Unterstützung für arme Kinder wird nicht angenommen

Bildungspaket ein Flop?

Das Bildungspaket für Kinder aus armen Familien droht ein Flop zu werden. In Haltern können seit Januar Eltern von 737 Kindern und Jugendlichen (bis 25 Jahre) beim Jobcenter und dem Sozialamt entsprechende Anträge stellen. Nur: Bisher liegen erst 25 Anträge vor. „Es läuft schleppend“, sag Martina Frey von der Stadtverwaltung Haltern.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 19.04.2011, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unterstützung für arme Kinder wird nicht angenommen

Wegen der Anlaufschwierigkeiten (die Rücklaufquote liegt bei 2 Prozent) wird auf Bundesebene über eine Fristverlängerung beraten. Gründonnerstag will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen am „runden Tisch“ mit kommunalen Spitzenverbänden und Ländern über die Probleme beraten. Flyer, Plakate und Presseberichte rund um das Thema Bildungspaket, so Martina Frey, reichen offensichtlich nicht aus. Um die mickrige Antrags-Quote in Haltern zu steigern, setzt sie auf verstärkte gezielte Information der Eltern  und Familien gemeinsam mit den Schulen, Kitas und Vereinen – z.B. durch eine direkte Ansprache bei Elternsprechtagen.

„Aktiv ansprechen“ wollen die Caritas-Mitarbeiter betroffene Familien. David Schütz (Familienhilfe) begrüßt das Bildungspaket als einen ersten Schritt: „Die Mitgliedschaft in einem Sportverein ist gesichert, aber wer zahlt die Fußballschuhe?“ Die Jugendhilfe werde über die mögliche finanzielle Unterstützung aufklären. Das Sozialbüro helfe, den Antrag zu stellen, den Bedarf zu überprüfen. Man setze sich ein, den Kontakt zu den zuständigen Behörden herzustellen. Anträge einreichen zu müssen, bedeute für viele eine Hemmschwelle, überhaupt Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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