Auf dem Gänsemarkt herrscht in der Regel dichtes Gedränge. Ob die Veranstaltung im November wie gewohnt stattfinden kann, ist noch ungewiss. © Winkelkotte (A)
Coronavirus

Veranstaltungen in Haltern: Planung gestaltet sich weiterhin schwierig

Vor wenigen Wochen hat die Stadtagentur Haltern eine Übersicht zu den Veranstaltungen bis zum Jahresende gegeben. Doch ob wirklich alle Events stattfinden können, ist ungewiss.

Nachdem in den letzten Monaten sämtliche Veranstaltungen wegen der Coronapandemie ausgefallen sind, gibt es nun einige Veranstaltungen, die unter bestimmten hygienischen Voraussetzungen wieder stattfinden können. So teilte es die Stadt kürzlich auf ihrer Internetseite mit. Mit einem Flyer gibt die Stadtagentur eine Übersicht zu den Highlights, die bis Ende des Jahres in der Seestadt geplant sind.

Am 9. und 10 Oktober soll beispielsweise die Handwerkerleistungsschau in der Seestadthalle stattfinden. Am ersten Wochenende im November (6./7.11.) könnte dann die Werbegemeinschaft wieder zum beliebten Gänsemarkt einladen. Zum Ende des Jahres (26.11. – 12.12.) dürfen sich Halterner und auswärtige Besucher auf den Nikolausmarkt mit Schlittschuhbahn freuen.

„Für unser Stadtleben enorm wichtig“

Für die Stadt sowie die Veranstalter gestalten sich die Planungen und Vorbereitungen allerdings weiterhin schwierig. „Grundlage für jede Veranstaltungsplanung ist die jeweils gültige Coronaschutzverordnung, die regelmäßig den aktuellen Entwicklungen angepasst wird“, erklärt Bernd Bröker, Leiter der Stadtagentur. Das Problem: Niemand weiß, wie sich die Pandemie und die damit verbundenen Auflagen in den kommenden Wochen und Monaten verändern werden. „Kulturelle Veranstaltungen sind für unser Stadtleben enorm wichtig“, so Bröker. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir aber nicht garantieren, dass alle Veranstaltungen auch wie geplant stattfinden können. Alle Angaben sind letztlich ohne Gewähr.“

Erforderliche Schutzmaßnahmen für Veranstaltungen in den Kreisen und Städten des Landes richten sich nach der jeweiligen Indzidenzstufe. In Haltern gelten aktuell bei Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen (Sport, Kultur, Bildung o.ä.) und für Freizeiteinrichtungen mit mehr als 2000 Besuchern pro Tag die Schutzmaßnahmen der lokalen Inzidenzstufe 1. Volks- und Schützenfeste, Tagungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden und der Betrieb von Diskotheken oder Clubs in Innenräumen sind wieder (bis zum 27. August) untersagt.

In den nächsten Monaten brauche es weitere Maßnahmen, um eine neue große Corona-Infektionswelle einzudämmen, hieß es zuletzt aus Kreisen der Politik. Das Bundesgesundheitsministerium hat dazu einen umfassenden Bericht vorgelegt – mit konkreten Forderungen. Unter anderem könnte demnach unabhängig von der Inzidenz ab Anfang/Mitte September 2021 die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen in ganz Deutschland generell nur unter Einhaltung der 3G-Regel (3G: geimpft, genesen oder getestet) möglich sein. Genannt werden Innengastronomie, Hotelübernachtungen, körpernahe Dienstleistungen, Sport und Veranstaltungen drinnen, Großveranstaltungen drinnen und draußen.

Weitergehende Einschränkungen notwendig

Insbesondere für Ungeimpfte könnten abhängig von der Impfquote, der Inzidenz nach Altersgruppen und der Rate schwerer Klinikfälle nach Altersgruppen ab bestimmten Grenzwerten erneut weitergehende Einschränkungen notwendig werden, heißt es in dem Bericht. Dazu zählten insbesondere Kontaktbeschränkungen sowie die Begrenzung der Teilnahme oder der Ausschluss von der Teilnahme nicht geimpfter Personen an Veranstaltungen und in der Gastronomie („2G statt 3G“).

Dass mit Blick auf den Herbst und Winter wieder andere Schutzmaßnahmen gelten, damit rechnet auch der Leiter der Stadtagentur Bernd Bröker. „Womöglich wird dann auch nicht mehr nur der Inzidenzwert entscheidend sein.“ Über den Umgang mit steigenden Infektionszahlen wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am 10. August beraten.

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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