Verein gegen Forensik im Naturpark gegründet

Bürgerinitiative

Mit dem Ziel, Maßregelvollzug in der Hohen Mark zu verhindern, gründete sich am Donnerstag (15.11.) der Verein "Hohe Mark ohne Forensik".

Haltern

von Von Elisabeth Schrief

, 16.11.2012, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um 17 Uhr wird am Samstag (17.11.) im Alten Gasthaus die „Bürgerinitiative gegen Forensik in Haltern am See und zum Schutze der Hohen Mark“ gegründet. Laut Seliena Moseleit, die u.a. die Petition an den Landtag initiierte, wird die Initiative parteineutral arbeiten, aber für die Parteien einen Beirat einrichten, in dem Politiker eigene Stimmen bekommen. Ziele sind u.a. Transparenz der Minister-Entscheidung herzustellen, Kontaktaufnahme mit der Ruhrkohle (RAG) und Ermittlung des Werteverlustes für die Touristenstadt Haltern am See.

Halterner und Dorstener Bürger, die das Anliegen teilen, sind dazu eingeladen. Formiert hat sich der Verein aus jener Gruppe, die sich nach Bekanntgabe des Forensik-Standortes zunächst in großer Runde in Lippramsdorf traf. Von den ersten Mitstreitern rund um Seliena Moseleit und Marko Rolof hat sich die Gruppe inzwischen gelöst. „In der Zielsetzung und den Vorstellungen haben wir uns auseinander dividiert“, sagt Klaus Kleine Büning. So entsteht nun neben dem Verein auch eine Bürgerinitiative. „Wir arbeiten unabhängig voneinander“, stellt Seliena Moseleit klar. Absicht des gegründeten Vereins ist, den Bau einer Forensik im Naturpark Hohe Mark zu verhindern. „Wir fordern die Ruhrkohle auf, ihre Verpflichtung, das Schachtgelände zu renaturieren, einzuhalten“, betont Klaus Kleine Büning. Der neue Verein agiert parteiunabhängig. Als erstes wird er Alternativ-Standorte für eine Forensik vorschlagen und diese Liste nächste Woche ans Ministerium schicken.

Damit bezieht er sich auf die Aussage von Ministerin Barbara Steffens in Haltern, innerhalb von vier Wochen genannte Vorschläge würden geprüft. „Wir sind nicht gegen eine Forensik, aber der gewählte Ort ist der denkbar ungünstigste“, findet Kleine Büning. Er widerspreche allen Bemühungen der Stadt um Naherholung und Tourismus. „Wir sind voller Tatendrang“, Klaus Kleine Büning steht nicht allein an der Spitze. Zweiter Sprecher ist Hubert Schroer, der inzwischen Kontakt zu Forensikgegnern in Lünen aufgenommen hat. Zum Team gehören außerdem Karin Kloth als Schriftführerin, Michael Humme (Lembeck) und Sandra Kleine Kappenberg als Beisitzer. Ihre Devise der Zukunft: „Wir wollen die tolle Vereinsstruktur und das Zusammenleben in unserer ländlichen Region erhalten.“ 

Um 17 Uhr wird am Samstag (17.11.) im Alten Gasthaus die „Bürgerinitiative gegen Forensik in Haltern am See und zum Schutze der Hohen Mark“ gegründet. Laut Seliena Moseleit, die u.a. die Petition an den Landtag initiierte, wird die Initiative parteineutral arbeiten, aber für die Parteien einen Beirat einrichten, in dem Politiker eigene Stimmen bekommen. Ziele sind u.a. Transparenz der Minister-Entscheidung herzustellen, Kontaktaufnahme mit der Ruhrkohle (RAG) und Ermittlung des Werteverlustes für die Touristenstadt Haltern am See.

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