Im Drive-In-Testzentrum an der Seestadthalle werden jeden Tag etwa 200 Tests durchgeführt. © Benjamin Glöckner
Coronavirus

Warten oder kurzfristiger Termin? So läuft es in Halterns Testzentren

Neben den Arztpraxen kann man sich in Haltern auch in drei Testzentren auf das Coronavirus testen lassen. Wir haben nachgefragt, wie sich die Nachfrage zuletzt entwickelt hat.

In Haltern gibt es mittlerweile drei Corona-Testzentren: das Drive-In an der Seestadthalle, das Zelt im Galen-Park und die Teststelle an der Bären-Apotheke in der Innenstadt. Bei allen drei Stellen sind Terminbuchungen im Vorhinein möglich. Wer ein Blick in die verfügbaren Zeiten wirft, könnte denken, dass die Teststellen kaum gefragt sind. Viele Lücken und freie Kapazitäten sind dort verzeichnet.

Aber geht die Nachfrage nach Corona-Schnelltests in Haltern tatsächlich zurück? Nein, dem ist nicht so. „Wir haben etwa gleich bleibende Zahlen an Tests in den vergangenen Wochen“, sagt Patrick Schürhoff, Betreiber des Drive-In-Testzentrums.

320 Tests an einem Tag

Zu den vielen freien Terminen sagt Schürhoff: „Zuletzt haben viele Menschen am Tag selbst einen Termin gemacht. Vor zwei, drei Wochen buchten viele noch zwei Tage vorher. Es ist spontaner geworden.“ Er macht das an einem Beispiel fest: Am Dienstagabend (20. April) waren Termine für 87 Tests am folgenden Tag gebucht. Am Mittwoch (21. April) selbst wurden dann über 200 Tests durchgeführt. Die Nervosität bei den Menschen sei nicht mehr so da, meint er.

Auch im Testzentrum im Galen-Park ist die Anzahl der Tests nahezu gleich geblieben. „Wir führen im Schnitt 200 Tests am Tag durch. An einem Samstag waren es sogar 320 Tests, die abgenommen wurden“, sagt Peter Münch vom Betreiber SG Medical Solutions.

Gerade die Tage von Donnerstag bis Sonntag seien sehr gefragt – die Stoßzeiten lägen zwischen 10 und 12 bzw. 15 und 17 Uhr sagt Münch. Er empfiehlt, vorher einen Termin zu buchen, um längeres Warten zu vermeiden.

Länger warten ohne Termin

Einen leichten Rückgang an Corona-Schnelltests verzeichnet die Teststelle an der Bären-Apotheke. „In den Tagen vor Ostern gab es einen regelrechten Hype. Wir haben unfassbar viel getestet“, sagt Philipp Schulte-Mecklenbeck, Inhaber, der vermutet, dass Besuche bei den Familien der Hintergrund für die große Zahl an Tests waren.

Momentan betrage die Auslastung am Testzentrum etwas mehr als 50 Prozent. Viele kommen mit Terminvereinbarung, hat Schulte-Mecklenbeck festgestellt. Ohne Termin kann man dort auch hingehen, aber dann müsse man auch länger warten.

„Man sollte sich testen lassen, wenn auch der kleinste Verdacht da ist“

Der Inhaber hat zudem eine interessante Beobachtung gemacht: „Viele Leute wollen direkt mit dem Ergebnis des Tests in der Hand, das es nach etwa 20 Minuten gibt, direkt wieder gehen. Wer vorher einen Termin vereinbart hat, bekommt sein Ergebnis per Mail. Ich hätte eigentlich gedacht, dass die elektronische Variante vielen lieber ist.“

Nichtsdestotrotz weist Philipp Schulte-Mecklenbeck darauf hin, dass es genügend Kapazitäten gibt – in allen drei Testzentren. „Das Angebot ist da. Auch wenn nur der kleinste Verdacht da ist, sollte man sich testen lassen – auch mehrmals die Woche.“

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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