Was tun Halterner für den Klimaschutz: Schüler waren mit Mikrofon und Kamera unterwegs

mlzAlexander-Lebenstein-Realschule

Statt freitags für Klima- und Umweltschutz auf die Straße zu gehen, gestalten Realschüler der 9. Klasse das Projekt „Fit für die Zukunft“. Sie holten dafür Bürger vor die Kamera.

Haltern

, 20.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie oft gehen Sie shoppen und wo kaufen Sie Ihre Kleidung?“, mit dieser Frage wandten sich Realschüler an Passanten auf der Rekumer Straße. Es waren nur zwei von vielen Fragen, die sich allesamt um das Thema Klima und Umwelt drehten. Letzter Interviewpartner war am Montag Carsten Schier, Geschäftsführer der Stadtwerke Haltern. Ihn holten die Schüler zum Thema E-Mobilität ans Mikrofon.

„Die Schülerinnen und Schüler sollen mit geschärftem und offenem Blick für die Umwelt durch ihre Stadt gehen“, sagt Jörg Zabel (Mediaworkxx GmbH Haltern), der den Anstoß zu dieser Arbeitsgemeinschaft gegeben hatte und die Jugendlichen professionell anleitet und begleitet. Ihre Befragungen zu Themen wie Wasser, Wald, Kaufverhalten, Energie oder vegetarische Ernährung werden gefilmt, die zwei- bis dreiminütigen Drehs gehen noch vor Weihnachten online.

Schulleiter Frank Cremer ist begeistert von der AG

Schulleiter Frank Cremer ist begeistert: „Das ist ein hervorragendes Projekt. Die Schüler arbeiten nicht nur verborgen hinter den Klassenzimmertüren, sondern gehen nach draußen und werfen einen Blick auf ihre Stadt und ihre Umwelt. Sie zeigen eindrucksvoll, dass Umweltschutz vor der eigenen Haustür beginnt.“ Das Filmprojekt zeige außerdem anschaulich, was in Haltern bereits für ein besseres Klima getan werde.

Interviewpartner waren in den vergangenen Wochen Passanten auf der Straße ebenso wie Unternehmer, Politiker und Vertreter der Stadt und ihrer Betriebe. Die Teilnehmer der AG lernten so die Rechte zur Filmherstellung generell kennen, ebenso lernten sie, einen Film redaktionell zu planen, Fragen zu erarbeiten, zu filmen, Filme zu schneiden und zu vertonen, sie auszuspielen und auf die Plattformen bei sozialen Medien einzustellen. „So werden den Jugendlichen nebenher noch verschiedene Berufsbilder vermittelt. Außerdem eignen sie sich ein eigenständiges Erarbeiten von Fragestellungen und selbstbewusstes Auftreten als Interviewer an“, erklärt Jörg Zabel, welchen zusätzlichen Gewinn die Schüler aus ihrer Arbeitsgemeinschaft ziehen.

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Lehrer bereiteten Schüler auf die Medienarbeit vor

Die behandelten Themenbereiche wurden von Robert Seidel, Lehrer für Geschichte und Sozialwissenschaften an der Alexander-Lebenstein-Realschule, in den Unterricht einbezogen und aufbereitet. Jörg Zabel kam dann mit seinem Equipment in die Schule und traf mit den Jugendlichen die Vorbereitungen für die Filmaufnahmen. Und dann ging‘s nach draußen.

„Die Kinder sollen nach dem Projekt mit geschärftem Blick für die Umwelt durch die Stadt gehen und sich fit für die Zukunft fühlen“, wünscht sich Jörg Zabel. Die Teilnahme der Schüler ist freiwillig, sie opfern dafür ihre Freizeit. Sponsoren finanzieren das Projekt, das mit dem Schulhalbjahr im Januar endet.

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