Weniger Kirchenaustritte und mehr Taufen in der Pfarrei St. Sixtus

Statistik veröffentlicht

116 Menschen sind im vergangenen Jahr in der Pfarrei St. Sixtus aus der Kirche ausgetreten. Das sind neun weniger als noch 2015. Doch für Pfarrverwalter Heio Weishaupt ist das kein Grund zur Freude.

HALTERN

, 01.08.2017, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht die Sixtuskirche von der Spitze des Siebenteufelsturms aus.

So sieht die Sixtuskirche von der Spitze des Siebenteufelsturms aus.

 „Das ist nach wie vor eine hohe Zahl und es tut mir um jeden leid, der geht“, sagt er. Er könne jedoch zum Beispiel verstehen, dass jemand, der sich mit der Kirche nicht verbunden fühlt, sich darüber ärgert, Monat für Monat Kirchensteuer zahlen zu müssen, und schließlich deswegen austritt.

Was genau die Leute zum Austritt bewegt, weiß er aber nicht. Zwar schreibe die Pfarrei jeden Ausgetretenen an und bitte um ein Gespräch, doch ein solches komme selten zustande. „In den sechs Jahren, in denen ich hier bin, habe ich nur ein Gespräch geführt. Dabei würde mich schon interessieren, was die tiefen Gründe für den Austritt sind“, sagt er. „Sonst haben wir keine Chance, etwas zu ändern.“

Taufe als Chancenerhöhung auf einen Kindergartenplatz

Die kirchliche Statistik zeigt jedoch auch eine positive Entwicklung: 203 Taufen gab es im vergangenen Jahr, 2015 waren es 177. Weishaupt führt diese Steigerung vor allem darauf zurück, dass mehr Kinder geboren werden.

Doch nicht in allen Fällen sei es eine „Überzeugungstaufe“. „Viele glauben, dass es dazugehört oder sagen im Gespräch, das sie hoffen, durch die Taufe eine bessere Chance auf einen Kindergartenplatz zu haben“, sagt er. „Es ist aber natürlich trotzdem gut, sein Kind unter den Segen Gottes zu stellen.“

Keine Neueintritte in die Kirche

Ein Mensch hat sich 2016 nach einem Austritt wieder in die Kirche aufnehmen lassen, Neueintritte gab es in St. Sixtus keine. Die Zahlen der Kommunionen (185) ,Firmungen (193) und Bestattungen (252) sind im Vergleich zum Vorjahr auf dem gleichen Level geblieben. Auch die Zahl der Gottesdienstbesucher (2180) ist nur geringfügig gesunken.

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