Weniger Männer an Halterns Schulen

Studie

Eine Frauenquote für Lehrer in nordrhein-westfälischen Schulen ist nicht notwendig. Das vermeintlich schwache Geschlecht überwiegt, denn nur ein Drittel der 155 000 Pädagogen sind Männer. Dies zeigt eine Erhebung des statistischen Landesamtes. Danach ist die Männerquote in Halterns Schulen sogar noch geringer.

HALTERN

von Von Silvia Wiethoff

, 07.11.2012, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Idealerweise wachse man in den Beruf des Grundschullehrers mit seinen besonderen Aufgaben hinein, sagte dazu gestern Antonius Bielefeld, Leiter der Grundschule Hullern. Bei ihm selbst sei der Auslöser die eigene Vaterschaft gewesen. Junge Männer könnten sich von dem bisweilen körpernahen Umgang und den eingeschränkten Beförderungsmöglichkeiten abgeschreckt fühlen. So könne man an der Grundschule keine A13-Stelle erreichen. Drastisch gesunken ist in den vergangenen sechs Jahren auch der Männeranteil im Lehrerzimmer des Joseph-König-Gymnasiums. 2005/2006 waren fast 56 Prozent der zu dieser Zeit beschäftigten 68 Pädagogen männlich, zuletzt nur noch 38 Prozent des auf 92 Mitglieder angewachsenen Kollegiums. Bei den Bewerbungen überwiege der Frauenanteil, erklärte Leiter Ulrich Wessel diese Entwicklung. Negativ für den Alltag an der Schule sei dies allerdings nicht. Anders als in der Grundschule , wo 80 Prozent des Unterrichts von einer Lehrperson erteilt werde, wechselten die Fachkräfte am Gymnasium ständig die Klassen. Die Schüler erlebten also immer auch männliche Vorbilder im Unterricht.

Während auch an der Alexander-Lebenstein-Realschule die Männerriege von 29 auf knapp 24 Prozent schrumpfte, bei weniger schwankenden Lehrerzahlen (55 im Schuljahr 2005/2006, 59 2011/12), blieb die Zahl an der Joseph-Hennewig-Hauptschule relativ gesehen konstant. Vor sechs Jahren unterrichteten noch 37 Lehrer an dieser Schulform, davon knapp 38 Prozent Männer. Im vergangenen Schuljahr waren es nur noch 28 Kräfte und 39 Prozent Männer. Allein an der Erich-Kästner-Schule war das 16-köpfige Kollegium 2011/12 zur Hälfte mit Männern besetzt. Darüber sei man sehr froh, bestätigte Konrektor Falk Wildemann. Man sei sich einig, dass diese Zusammensetzung die Atmosphäre an der Schule positiv beeinflusse

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