Corona

Wenigstens die zweiten Impftermine sind nicht gefährdet

Auch im Kreis Recklinghausen wird der Impfstoff von Astrazeneca knapp. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen im Vest.
Der Impfstoff von Astrazeneca ist momentan knapp. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Beim Impfstoff Astrazeneca kommt es zu Engpässen – auch im Kreis Recklinghausen. Die Termine für die Zweitimpfungen im Recklinghäuser Impfzentrum seien allerdings nicht gefährdet, erklärte Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister auf Anfrage.

Auch die bereits vereinbarten Gruppenimpfungen durch mobile Teams sollen wie geplant stattfinden. Neue Gruppenbuchungen, zum Beispiel für Lehrer, seien aktuell aber nicht mehr möglich, so die Sprecherin. Zudem werden stornierte Termine mit dem Vakzin von Astrazeneca nicht mehr neu ins Terminportal eingestellt. So will der Kreis Recklinghausen Impfstoff sparen.

Nur 14.400 Impfdosen für die NRW-Impfzentren

Die Impfzentren in NRW haben diese Woche 28.800 Dosen von Astrazeneca erhalten, für die kommende Woche sind nur 14.400 Dosen angekündigt.

Für die Impfstoff-Knappheit gibt es mehrere Gründe: Astrazeneca wird stark nachgefragt, seit die Gesundheitsminister den Impfstoff für alle Erwachsenen freigegeben haben. Die Nachfrage steigt auch, weil Ärzte nun Rechtssicherheit bekommen haben. Teilweise hatten niedergelassene Ärzte gezögert, den Impfstoff an unter 60-Jährige zu geben, weil hier die Haftung bei möglichen Impfschäden nicht geklärt war. Inzwischen steht aber fest, dass die Ärzte kein Haftungsrisiko eingehen.

Statt zwölf Wochen sind jetzt vier Wochen erlaubt

Zur erhöhten Nachfrage trägt zudem bei, dass die Minister die Frist zwischen erster und zweiter Dosis geöffnet haben. Lautete bislang die Empfehlung, möglichst zwölf Wochen zu warten, ist nun die Gabe der zweiten Dosis auch nach vier Wochen erlaubt.

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