Wenn sich das Leben plötzlich ändert

Haltern Es kann jeden treffen. Eine Situation, die sich niemand wünscht, die aber das Leben von einem auf den anderen Tag von Grund auf verändert.

30.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ehefrau liegt nach einem Unfall im Koma, oder die Mutter wird durch einen Schlaganfall pflegebedürftig: Die meisten Menschen gehen davon aus, dass sie in solchen Fällen automatisch für ihre nächsten Angehörigen Entscheidungen treffen können. Das geht nur, wenn eine vorher abgefasste Vollmacht vorliegt. Diese Befugnis benötigen auch Angehörige, Eltern, erwachsene Kinder sowie Ehe-/Lebenspartner, wenn plötzlich Hilfe benötigt wird bei Bankgeschäften, Behörden-, Wohnungsangelegenheiten oder bei Entscheidungen im gesundheitlichen Bereich. Der behandelnde Arzt beruft sich auf die Schweigepflicht, Banken nehmen ohne entsprechende Vollmacht keine Aufträge entgegen. Der Telefonanschluss kann nicht gekündigt werden, es können auch keine Anträge auf Befreiung der Rundfunkgebühren oder von der Zuzahlung bei der Krankenkasse gestellt werden. Für diesen "Ernstfall" kann man aber rechtzeitig vorsorgen. Mit einer Vorsorgevollmacht ist eine direkte Handlungsfähigkeit gegeben, d.h. es muss kein aufwänd iges Betreuungsverfahren eingeleitet werden. Die Vollmacht sollte konkret und detailliert verfasst sein. Der Betroffene sollte sich mit möglicherweise eintretenden Situationen auseinandersetzen.

Persönliches Gespräch

Elisabeth Blohm und Christiane Bendieck von der Betreuungsstelle der Kreisverwaltung Recklinghausen und Anne Freitag vom Betreuungsverein des Caritasverbandes informieren am Dienstag, 2. Oktober, 8.30 bis 13 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr in der Stadtsparkasse, Koeppstraße 2, über die Möglichkeiten von Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Die Beraterinnen stehen an diesem Tag auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Weitere Fragen

Weitere Fragen beantworten Elisabeth Blohm, Tel. (0 23 61) 53-20 10, Christiane Bendieck, Tel. (0 23 61) 53-27 13, oder Anne Freitag, Tel. 10 90 31. Die Mitarbeiterinnen sind auch im Außendienst tätig, daher sind sie nicht immer persönlich zu sprechen; in diesen Fällen ist aber ein Anrufbeantworter eingeschaltet. Elke Rüdiger

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