Wenn zwei Parteien in einem Streit feststecken, können Schiedsleute vermitteln

Streitschlichtung

Lässt sich eine Auseinandersetzung zwischen Nachbarn oder Familienmitgliedern nicht beilegen, muss nicht immer ein Gericht angerufen werden. Schiedsleute kümmern sich um die Schlichtung.

Haltern

, 23.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Schiedsmann für viele Fälle, der Halterner Markus Gronemeyer

Ein Schiedsmann für viele Fälle, der Halterner Markus Gronemeyer © (Archiv) Andreas Hofmann

Der Halterner Schiedsmann Markus Gronemeyer hat seine Jahresbilanz vorgestellt. 50 Fälle wurden demnach von ihm und seinem Stellvertreter Dr. Matthias Ulbrich-Hermann behandelt, bei der Hälfte kam es zu einer Verhandlung, wobei die Schiedsleute als Vermittler aufgetreten sind.

„Wir können eigentlich fast alles schlichten, wenn beide Parteien das wünschen“, sagte Markus Gronemeyer. Lediglich grobe Straftaten seien ausgeschlossen. In 90 Prozent der Fälle werde von den Parteien ein Rechtsbeistand eingeschaltet. Erst wenn die Schiedsleute eine sogenannte Erfolgslosigkeitsbescheinigung ausstellen, landet das Verfahren vor Gericht.

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Die Schlichtungsgebühren liegen bei 60 Euro. Beide Schiedsmänner in Haltern haben ein Schwerpunktgebiet. Markus Gronemeyer kümmert sich häufig um Fälle, bei denen es um Mietrecht, Grenzbebauung, Abmaße oder Lärm geht. Matthias Ulbrich-Hermann ist oft Ansprechpartner für Fälle, bei denen Beleidigungen oder Familienstreitigkeiten eine Rolle spielen.

Die Schiedspersonen können in bürgerlich-rechtlichen Streitigkeiten herangezogen werden, sofern eine Partei dies wünscht. Termine können telefonisch unter der Rufnummer: 0151 / 15 10 12 83 vereinbart werden. Eine Kontaktaufnahme über den elektronischen Wege ist ebenfalls möglich.

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