Wertvolle Uhr im Altkleidercontainer verloren - Finderlohn ausgesetzt

mlzVerlorenes Schmuckstück

Das teure Schmuckstück, das Monika Vogt ihrem Mann vor 30 Jahren zu Weihnachten geschenkt hatte, fiel aus Versehen in einen Altkleidercontainer. Alle Versuche, es zurückzubekommen, scheiterten.

Haltern

, 10.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele schlaflose Nächte plagen Monika Vogt, seitdem ihr ein Missgeschick passiert ist. Aus Versehen fiel ihr das fast 30 Jahre alte Weihnachtsgeschenk für ihren Mann mit Altkleidern in einen Altkleidercontainer der Caritas - eine wertvolle Uhr ging verloren. Dieses Uhrenmodell war schon vor über 50 Jahren auf dem Mond getragen worden. Nun hofft sie, die Uhr ihres Mannes zurückzubekommen. Dafür hat sie einen satten Finderlohn ausgesprochen.

Monika Vogt hat alle Geschehnisse genau rekonstruiert. „Am 20. August habe ich eine Tüte mit Altkleidern im Altkleidercontainer der Caritas an der Schillerstraße abgeworfen“, erzählt sie. Plötzlich hörte sie ein metallisches Klirren, dabei hatte sie nichts Metallisches in die offene Tüte gesteckt. Dachte sie zumindest.

Das Modell hat einen historischen Wert

Wie ihr auffiel, fehlte die 28 Jahre alte Omega Speedmaster ihres Mannes, die mittlerweile Monika Vogt gerne trug. Die Rechnung hat sie noch, sie ist datiert vom 22. Dezember1992. Damals schenkte sie die Uhr ihrem Mann zu Weihnachten. Es ist das Modell, das auch Edwin Aldrin mit dem Abstand von 13 Minuten nach Neil Armstrong 1969 bei der Mondlandung ums Handgelenk trug. 2100 D-Mark kostete das Schmuckstück damals. Heute ist es um einiges wertvoller. Vor allem der ideelle Verlust schmerzt.

In diesen Altkleidercontainer an der Schillerstraße fiel Monika Vogt ihre Omega Speedwatch.

In diesen Altkleidercontainer an der Schillerstraße fiel Monika Vogt ihre Omega Speedwatch. © Niklas Berkel

Monika Vogt probierte alles: „Ich rief einen Tag später bei der Caritas an, da ging aber keiner ans Telefon.“ Aus ihren Aufzeichnungen weiß sie noch, dass am 24. August ein Mitarbeiter abnahm. Der erklärte ihr, dass der Container am 26. August geleert würde. Monika Vogt wäre gerne dabei gewesen, hatte an diesem Tag aber Handwerker im Haus - sie verließ sich auf die Mitarbeiter der Caritas.

Monika Vogt verspricht einen satten Finderlohn

Gefunden wurde die Uhr aber nicht. Bei einem weiteren Anruf erklärte ihr der Mitarbeiter, dass im Container keine Uhr lag. Das bestätigte auch Vera Pallenberg, Sprecherin der Caritas-Ostvest. Das kann Monika Vogt aber nicht glauben. „Ich bin mir zu einhundert Prozent sicher, dass sie mir in den Container gefallen ist.“

Mithilfe der Halterner Zeitung hofft Monika Vogt nun, gut einen Monat später, ihre Uhr doch noch wiederzuerlangen. „Es ist meine letzte Hoffnung, ich kann mit dem Thema einfach nicht abschließen“, sagt sie. 500 Euro Finderlohn verspricht sie, wenn ihr die Uhr zurückgebracht wird.

Was passiert mit den Sachen?

Aber: Was genau passiert eigentlich mit den Sachen, die in Altkleidercontainern geworfen werden? Vera Pallenberg klärt auf. „Die Altkleidercontainer werden durch die Mitarbeiter der Jugendwerkstatt Haltern am See gGmbH einmal wöchentlich geleert und im Anschluss in den Räumlichkeiten des Fair-Kaufhauses sortiert und aufbereitet.“

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Dort und in der Fundgrube können gut erhaltene Kleidungsstücke und Textilien gegen ein geringes Entgelt erworben werden. Mit den Verkäufen werden so der Unterhalt der Fundgrube, aber auch weitere soziale Projekte finanziert.

Jugendwerkstatt unterstützt Langzeitarbeitslose

Beschädigte und nicht mehr tragbare Textilien werden dagegen gegen eine sogenannte „Kilogramm-Pauschale“ an eine Verwertungsgesellschaft weitergegeben. Diese Textilien werden dann von der Verwertungsgesellschaft zu neuen Gegenständen verarbeitet - das können Taschen, Reinigungstücher oder viele andere Sachen sein.

Uhr mit der ID 48275868

Die Uhr hat die ID 48275868. Der Kontakt zu Monika Vogt kann aufgenommen werden über die Halterner Zeitung, per Mail unter lokalredaktion.haltern@mdhl.de oder per Telefon unter 02364 / 9903248.

Mit dem Erlös unterstützt die Jugendwerkstatt Langzeitarbeitslose mit besonderem Förderbedarf und versucht diesen Alternativen zu schaffen, um am Arbeitsleben teilhaben zu können.

Vielleicht wurde die Uhr im Fair-Kaufhaus oder in der Fundgrube gekauft. Monika Vogt würde sich freuen, wenn Kontakt zu ihr aufgenommen würde.

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