Bisher hat Straßen.NRW den Wildschutzzaun am Bossendorfer Damm nur bis zur Ausfahrt Recklinghäuser Straße errichtet. © Jürgen Wolter
Wildunfälle

Wildschutzzaun: Verlängerung bis Flaesheim wird angestrebt

Im Frühjahr hat Straßen.NRW einen Wildschutzzaun entlang des Bossendorfer Damms errichtet. Aber nur bis zur Recklinghäuser Straße. Die CDU setzt sich für eine Verlängerung ein.

Auf dem Bossendorfer Damm zwischen der Anschlussstelle A43 und dem Ende in Flaesheim kommt es häufig zu Wildunfällen. 2019 waren es sechs, 2017 sogar acht. Straßen NRW hat als zuständiger Baulastträger im Frühjahr 2020 einen Schutzzaun errichten lassen – aber nur auf der Hälfte der Strecke.

Der Landesstraßenbaubetrieb hatte mit der Errichtung auf die hohe Zahl von Wildunfällen auf dem Abschnitt reagiert. Der Zaun erstreckt sich jetzt zwischen der Anschlussstelle zur Autobahn A43 (Kreuz Marl-Nord) und der Ausfahrt Recklinghäuser Straße des Bossendorfer Damms (L612). Jagdpächter fragen sich aber, warum er dort endet und nicht bis Flaesheim weitergeführt wird, denn auch auf dem zweiten Abschnitt kommt es weiterhin zu zahlreichen Unfällen mit Wild. Die CDU Flaesheim setzt sich für die Verlängerung ein, damit die Unfallhäufung bald der Vergangenheit angehört.

Immer wieder neue Unfälle

Der Zaun auf dem ersten Abschnitt ist im Frühjahr auf Betreiben der Autobahnmeisterei Recklinghausen errichtet worden, bestätigt Nadja Leihs, Pressesprecherin der Regionalniederlassung Bochum von Straßen.NRW. Maßgeblich für eine solche Maßnahme sei, dass es über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich mindestens zu einem Unfall mit Schalenwild komme. Dann gelte der Abschnitt als Unfallschwerpunkt, so Leihs.

Diese Voraussetzung sei auf dem ersten Abschnitt erfüllt gewesen, auf dem zweiten, für den die Straßenmeisterei in Marl zuständig ist, aber nicht. Darüber lägen zumindest keine Zahlen bei Straßen NRW vor.

Jagdpächter hat Wildunfälle aufgelistet

Ein Jagdpächter aus dem Gemeinschaftsjagdbezirk Flaesheim hat die Zahl der Wildunfälle der letzten zwei Jahre auf diesem Abschnitt aber aufgelistet: Er führt an, dass im Jagdjahr 2019/20 „fünf Stück Schwarzwild, zwei Stück Rehwild und ein Stück Dammwild überfahren wurden.“ Im Jagdjahr 2020/21 seien es bisher ein Reh, ein Wildschwein, ein Fuchs und ein Hase gewesen.

Wenn entsprechende Zahlen vorlägen, könne ein Antrag an Straßen NRW gestellt werden, den Zaun auf diesem Abschnitt fortzuführen, teilt Nadja Leihs mit. Das könne entweder bei der Straßenmeisterei Marl oder bei der Regionaldirektion in Bochum geschehen.

Diesen Antrag hat Rita Stockhofe, Vorsitzende der CDU Flaesheim, inzwischen gestellt. Sie setzt sich für eine Fortführung des Zauns bis nach Flaesheim ein. Das würde dann dafür sorgen, dass der Sachverhalt entsprechend geprüft werde, bestätigt Nadja Leihs.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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