„Wir waren schon fast unter Wasser“: Hilfe für Friseur Schirmer

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Jörg Schirmer und Mike Prinzen bangten nach der Corona-bedingten Schließung um das Fortbestehen ihres Friseursalons in Haltern. Doch es gab schnelle Hilfen.

Haltern

, 30.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Friseursalon Schirmer an der Gildenstraße in Haltern ist ein Unternehmen mit Tradition. Er besteht schon seit 90 Jahren in der Seestadt. Als in der Corona-Krise auch die Friseure schließen mussten, wurde es eng für die Firma. Aber das Land NRW rettete den Betrieb, wie viele andere auch.

„Als wir schließen mussten, habe ich gewusst, es wird schwierig“, sagt Inhaber Jörg Schirmer. „Wir waren fast schon unter Wasser.“ Umgehend beantragte er die Soforthilfe des Landes NRW. „Wir haben morgens um 11 am Montag den Antrag abgeschickt, um 16 Uhr hatte ich bereits die Zusage“, freut sich Jörg Schirmer. „Ich war unterwegs, als ich die Mail erhalten habe, dass das Geld bewilligt wurde. Ich habe gejubelt und die Zusage gefeiert wie einen Lottogewinn. Das sollte man auch mal lobend erwähnen, dass das so schnell ging, finde ich. Die Leute da haben einen echt guten Job gemacht!“

„Wir hatten uns große Sorgen gemacht“

Jörg Schirmer hat besonders die Betreuung durch die Mitarbeiter bei der Bezirksregierung in Münster beeindruckt. „Mein Kompagnon und ich hatten uns große Sorge gemacht. Unsere Fixkosten wie Pacht und Mitarbeiter-Löhne hätten uns umgebracht. Er ist ein junger Familienvater mit zwei kleinen Kindern, das sind besondere Umstände.“

Da er seine Firma vor Kurzem in eine GbR umgewandelt hatte, und das eine gesonderte Prüfung erfordert, hatte Schirmer Rat bei der Soforthilfe-Hotline der Bezirksregierung gesucht. „Ich habe zwei Mal mit einem Mitarbeiter telefoniert, der sich beim zweiten Gespräch nach einige Tagen noch an mich erinnern konnte“, sagt Jörg Schirmer. „Das ist bei den zahllosen Anfragen, die dort eingingen, keine Selbstverständlichkeit.“

Über 50.0000 Anträge auf Soforthilfe im Regierungsbezirk Münster

Jörg Schirmer hat das Geld zwar erst vier Wochen nach der Zusage erhalten, aber die Sicherheit, dass er die Hilfen bekommt, hat sein Geschäft gerettet. Dafür und für die gute Betreuung hat er sich bei der Bezirksregierung Münster mit einer E-Mail bedankt.

„Ich finde insgesamt, dass die Politiker und Experten in Deutschland einen guten Job gemacht haben“, sagt Jörg Schirmer. „Vor allem, wenn ich sehe, wie sich die Pandemie in anderen Ländern zum Teil ausgewirkt hat.“

Bis zum 22. Mai hatte die Bezirksregierung Münster rund 50.700 Anträge auf die NRW-Soforthilfe genehmigt. 97 Prozent der Unternehmen aus der Region, die einen Bescheid erhalten haben, haben bereits die finanzielle Unterstützung erhalten. Insgesamt hatte das Land NRW eine Soforthilfe von 526 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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