Wolfs-Hinweis in Haltern: Wichtiger Schritt zur Prüfung abgeschlossen

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Die Wildkamera des Halterners Mark Besten machte vor einigen Wochen Fotos eines wolfsähnlichen Tieres. Nun steht die Antwort, ob es sich um einen Wolf handelt, möglicherweise kurz bevor.

Lavesum

, 12.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie bereits berichtet, hatte der Halterner Mark Besten vor einigen Wochen die Fotos seiner Wildkamera ausgewertet, die er in einem Waldstück bei Lavesum installiert hatte. Diese Kamera hat im Nachtsichtmodus Fotos von einem wolfsähnlichen Tier geschossen, das mehrfach durch das Sichtfeld spaziert.

Auf seinen Hinweis hin hatte das zuständige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) ein offizielles Prüfverfahren angestoßen. Dabei werden die Bilder von Experten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ausgewertet. Außerdem schaut sich ein sogenannter Wolfsberater den Standort der Kamera an.

Wolfsberater war vor Ort

Am Sonntag (10. Mai) überprüfte Niels Ribbrock, Wolfsberater des Lanuv für den Kreis Recklinghausen und stellvertretender Geschäftsführer der Biologischen Station im Kreis, den Kamera-Standort in Lavesum. Mark Besten führte ihn dorthin, wo die Bilder entstanden. „Das war nicht so einfach, denn die Kamera wurde bereits abgebaut“, so Ribbrock auf Nachfrage.

Jetzt sähe aufgrund der Vegetation alles etwas anders aus. Doch es sei gelungen, den Baum ausfindig zu machen, an dem das Gerät installiert war. Laut seiner Aussage stimmten die Bilder mit den Gegebenheiten vor Ort überein. Er leitet die Dokumentation jetzt an das Lanuv weiter.

Diese Standort-Überprüfung sei ein wichtiger Authentifizierungs-Schritt, sagt Wilhelm Deitermann von der Pressestelle des Lanuv. Wenn die weitere Fotoauswertung tatsächlich einen Wolfsnachweis erbringt, könnte das Ergebnis schon in den nächsten Tagen verkündet werden, so Deitermann.

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