2019 mehr Unfallfluchten und Pedelec-Unfälle auf den Heeker Straßen

mlzUnfallstatistik

Jedes Jahr veröffentlicht die Kreispolizei die Unfallstatistik. Für Heek weist diese für 2019 Licht und Schatten auf. Besonders die Anzahl der Rad- und Pedelecunfälle gibt Anlass zur Sorge.

Heek

, 07.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

11.395 Mal krachte es 2019 auf den Straßen im Kreis Borken. Landesweit waren es 679.273 Unfälle. Ein Teil davon ereigneten sich auch in der Dinkelgemeinde. Und dabei ist im Vergleich zu 2018 sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

31 Mal knallte es 2019 in der Dinkelgemeinde (2018: 26 Mal) schwer. Und dennoch gab es im Kreis nur in zwei Kommunen weniger Unfällen dieser Kategorie - in Legden (20) und Südlohn (29). Die meisten Unfälle gab es in Bocholt mit 383. Als schwer werden übrigens alle Unfälle bezeichnet, bei denen Menschen verletzt wurden oder bei denen es zu einem schwerwiegenden Sachschaden kam.

Keine Toten bei Verkehrsunfällen in Heek

Positiv hervorzuheben ist: Kein Mensch kam 2019 bei einem Verkehrsunfall in der Dinkelgemeinde ums Leben. 2018 war eine Person tödlich verletzt worden bei einem Unfall. Auch Schulwegunfälle gab es 2019 glücklicherweise nur einen einzigen in Heek. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies allerdings einen Anstieg um 100 Prozent.

Kreisweit starben 2019 insgesamt 20 Menschen, darunter elf Senioren, bei 17 Unfällen.

Kfz-Dichte und Straßennetz
  • Im Kreis Borken liegt die Kfz-Dichte pro 1000 Einwohner bei 727 Fahrzeugen.
  • Der Kfz-Bestand im Jahr 2019 betrug 269.343 Fahrzeuge. Davon waren 221.053 Pkw, 16.567 Lkw, 16.467 Kräder und 13.217 Zugmaschinen.
  • Das Straßennetz umfasst 1055 Kilometer (49,3 Kilometer Autobahn / 153,7 Kilometer Bundesstraße / 389 Kilometer Landstraße und 463 Kreisstraßen).

Insgesamt verunglückten 34 Personen auf den Straßen in Heek, 5 davon schwer und 29 leicht. Bei den Schwerverletzten war die Zahl damit im Vergleich zu 2018 um zwei Fälle rückläufig. Anders sieht es bei den Leichtverletzten aus. Dort stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um neun. Dabei waren übrigens in fünf Fällen Drogen oder Alkohol im Spiel. Hört sich vielleicht nicht viel an, ist aber im Vergleich zu 2018 (zwei Fälle) ein Anstieg um 150 Prozent.

35 Unfallfluchten ereigneten sich 2019 offiziell in Heek

Bei 35 Unfällen machten sich Autofahrer einfach aus dem Staub, ohne sich um den von ihnen verursachten Schaden zu kümmern. Dennoch ist diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um drei Fälle zurückgegangen. Ein Kavaliersdelikt ist das Ganze dennoch nicht. Darauf weist die Polizei eindringlich hin. Zur Aufklärungsrate: 39,2 Prozent der Unfallfluchtfahrer konnte die Polizei ermitteln. Bei Unfallfluchten mit Personenschaden liegt die Quote sogar bei fast Zweidrittel.

Auch der Rettungsschrauber musste 2019 nach Unfällen auf Heeker Straßen zum Einsatz kommen

Auch der Rettungsschrauber musste 2019 nach Unfällen auf Heeker Straßen zum Einsatz kommen. © Stephan Teine

Und wie sieht die Bilanz bei Unfällen von Rad- und Pedelefahrern aus? In diesem Fall kommt die so genannte Verunglücktenhäufigkeitszahl zum Einsatz. Anhand dieser Zahl kann die Kreispolizei Kommunen miteinander vergleichen, obwohl diese unterschiedliche Einwohnerzahlen haben. Errechnet wird dabei ein Wert, der sich immer auf 100.000 Einwohner bezieht.

Für die Dinkelgemeinde lag der Wert 2019 bei 103,7 (2018: 69,1). Das ist ein deutlicher Anstieg. Und führt man sich die Bedeutung der Zahl vor Augen, dann ist die Zahl noch beunruhigender. Denn hätte Heek 100.000 Einwohner, dann wären 2019 insgesamt 103 Rad- und Pedelecfahrer im Straßenverkehr verunglückt, also 33 mehr als noch im Vorjahr.

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