Gericht erlässt Strafbefehl: 50-Jährige Frau fährt in Heek angetrunken in die Leitplanke

Gerichtsprozess

Angetrunken in eine Leitplanke in Heek gefahren und dem daraus resultierendem Gerichtsverfahren fern geblieben: Das trifft auf eine 50-Jährige Frau aus Haren zu. Eine Strafe gab es dennoch.

Heek

, 28.08.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gericht erlässt Strafbefehl: 50-Jährige Frau fährt in Heek angetrunken in die Leitplanke

Die 50-Jährige Frau aus Haren, die in Heek alkoholisiert in eine Leitplanke fuhr, blieb der Gerichtsverhandlung fern. Darum wurde ein Strafbefehl erlassen. (Symbolbild) © dpa

Zu tief ins Glas geschaut hatte eine 50-jährige Frau aus Haren, die am 24. April dieses Jahres in Heek mit Auto unterwegs war und in eine Leitplanke rauschte. Da es sich dabei um eine Gefährdung des Straßenverkehrs handelte, hatte die Geschichte vor dem Amtsgericht Ahaus ein Nachspiel.

Doch zur Verhandlung am Dienstagmorgen, 27. August, erschien die Angeklagte nicht. Darum erließ der Richter einen Strafbefehl. Dieser Schritt ist ein übliches Verfahren zur Bewältigung leichter Kriminalität. Ohne Einspruch kommt es auf diesem Wege zu einer rechtskräftigen Verurteilung, ohne das eine mündliche Hauptverhandlung stattgefunden hat.

Die Frau hatte 0,95 Promille intus

Und nach Auskunft des Richters verzichtet der Verteidiger der Angeklagten auf derartige rechtliche Schritte. Doch wie viel Promille hatte die Frau intus? Antwort: 0,95 Promille.

Und da bei der 50-Jährigen alkoholbedingte Ausfallerscheinungen auftraten – sprich das Fahren in die Leitplanke – handelt es sich nicht mehr um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um einen Straftat.

Keinen Personen sind zu Schaden gekommen

Glücklicherweise kamen bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden. „Es handelt sich um einen Alleinunfall“, erklärte der Richter auf Nachfrage. Lediglich das Auto der Angeklagten sei beschädigt worden. „Nicht mal an der Leitplanke konnte ein Schaden nachgewiesen werden.“

Dennoch: Die Strafe für die 50-Jährige ist nicht ohne. Eine nicht näher definierte Geldstrafe, den Entzug der Fahrerlaubnis und eine Fahrsperre bekam sie aufgebrummt.

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