Auf der Eper Straße raste die Frau in die Lasermessung der Polizei (Symbolbild). © Markus Gehring
Eper Straße

50er-Zone: Heekerin rast mit 105 km/h in Lasermessung

Es ist der traurige „Spitzenwert“ in der zurückliegenden Messwoche im Kreis Borken. Mit über 100 km/h raste eine Heekerin in einer 50er-Zone in eine Lasermessung. Das hat drastische Folgen.

Die vorgeschriebene Geschwindigkeit völlig missachtet hat eine Heekerin in der vergangenen Woche auf der Eper Straße. Mit 105 km/h raste die Frau über die Ein- und Ausfahrtsstraße zum Ortsteil Nienborg. Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt. Die Quittung folgte prompt.

Denn der „ortsansässigen Frau mittleren Alters“ – so umschreibt es die Polizei auf Nachfrage – waren die Polizeibeamten am Straßenrand entgangen. Mit Stativ und Laserpistole hatten sich diese an einem späten Nachmittag vergangener Woche vor Ort für eine Geschwindigkeitsmessung postiert.

Polizei misst mit Laserpistole

Dabei misst die Pistole die Geschwindigkeit mithilfe eines Lasers. Das Gerät sendet spezielle Lichtimpulse, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann. Einen Blitz gibt es nicht. Nachteil dieser Methode: Ein Foto vom Temposünder gibt es ebenfalls nicht. Die Polizei muss also direkt nach dem gemessenen Verstoß aktiv werden.

So auch im Falle der Heeker Raserin. „Die Kollegen haben sie direkt rausgewunken“, berichtet Kreispolizei-Sprecher Dietmar Brüning. Zuvor hätten die Beamten dem Verkehr entgegen gemessen, sprich von vorne. Durch die große Messdistanz der Laserpistole sei genug Zeit geblieben, um zu reagieren.

Raserin droht Fahrverbot

So konnten letztlich auch die Personalien der Frau festgestellt werden, auf die jetzt laut aktuellem Bußgeldkatalog neben der saftigen Geldstrafe und Punkten in Flensburg wohl auch ein vierwöchiges Fahrverbot zukommen wird.

Die Polizeibeamten führten die Geschwindigkeitsmessung in Nienborg mit Laserpistole auf einem Stativ durch.
Die Polizeibeamten führten die Geschwindigkeitsmessung in Nienborg mit Laserpistole auf einem Stativ durch. © picture alliance / dpa © picture alliance / dpa

Denn obwohl es zum Ausgleich eventueller Messungenauigkeiten bei einer Geschwindigkeit von über 100 km/h einen Toleranzabzug von drei Prozent gibt, steht unter dem Strich immer noch eine Überschreitung um knapp 50 km/h.

Heekerin stellt „Wochenrekord“ auf

Insgesamt sei, so Dietmar Brüning, an diesem Tag an der Nienborger Messstelle nicht viel los gewesen. Die erwischte Fahrerin sei die mit Abstand Schnellste gewesen. Das gilt übrigens sogar für die gesamte Messwoche vom 1. bis 7. Juli im Kreis Borken.

Nicht zuletzt deshalb macht die Polizei erneut deutlich, dass überhöhtes Tempo und Raserei nach wie vor zu den Hauptunfallursachen gehören und immer wieder – auch bei unbeteiligten Verkehrsteilnehmern – zu schweren Unfallfolgen führen.

Insgesamt überschritten 1186 Fahrende in der zurückliegenden Messwoche die zulässige Höchstgeschwindigkeit. 147 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet. In den übrigen 1039 Fällen wurden vor Ort Verwarnungsgelder fällig beziehungsweise Zahlscheine ausgehändigt.

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