Vor der Impfung erhielt jeder Impfling ein klärendes Gespräch mit einem Arzt. © Gemeinde Heek
Corona-Impfungen

72 Lehrkräfte und Erzieher wurden im Eppingschen Hof in Heek geimpft

72 Erzieher und Lehrkräfte aus Schulen und Kindergärten in Heek sind seit Kurzem gegen das Corona-Virus geimpft. Im Eppingschen Hof hat ein Ärzteteam am Samstag den wichtigen Pieks gesetzt.

Es ist nur ein kleiner Pieks, aber er ist überaus wichtig: Im Eppingschen Hof in Heek sind die ersten 72 Beschäftigten der Schulen und Kitas geimpft worden. Der Kreis Borken beauftragte die Kommunen, sich kurzfristig um eine Impfmöglichkeit für Erzieher und Lehrkräfte zu kümmern und diese zu organisieren, schreibt die Gemeinde Heek in einer Pressemitteilung.

Dies sei innerhalb einer guten Woche seitens der Gemeindeverwaltung geschehen. Das Ärzteteam Christoph Hadasch und Wolfgang Gerlach-Reinholz sowie deren medizinische Assistentinnen erklärten sich nach Anfrage von Doris Reufer, Leiterin des Ordnungsamts, sofort bereit, die Impfungen am Wochenende durchzuführen.

159 Impfwillige

Der Kreis Borken hatte zunächst die Zahl der Impfwilligen in den Einrichtungen abgefragt. 159 Personen wurden in neun Einrichtungen, darunter Grundschulen, Kitas und Kindertagespflege, gemeldet. Um die Bestellung des Impfstoffs hatte sich die Gemeinde im Voraus gekümmert.

Der Eppingsche Hof wurde anschließend für die Impfung der vielen Personen hergerichtet, Schilder gedruckt, Personal organisiert und ein Ablauf geplant, der eine solche Veranstaltung nach den geltenden Hygienevorschriften möglich macht.

Kontakt mit dem Kreis Borken

Immer seien die Verantwortlichen dabei in Kontakt mit dem Kreis Borken geblieben, der die Gemeinde bei den bürokratischen Hürden und Impfvorgaben unterstützt habe, heißt es weiter. So wurden Zeitpläne für die einzelnen Impfungen im Zweiminutentakt entwickelt, Check- und Ablauflisten geschrieben und weitere Listen wurden vorbereitet, um die Ergebnisse anschließend dem Robert-Koch-Institut mitzuteilen.

Nachdem auch der Impfstoff pünktlich geliefert und ohne Unterbrechung der Kühlkette bis zum Impfstart ordnungsgemäß gelagert worden war, sei es am Samstag um 11.30 Uhr losgegangen. Nach der Anmeldung der Impflinge und Aufklärungsgesprächen durch die Ärzte wurden 72 Personen mit dem Impfstoff von Astra Zeneca geimpft. Inzwischen wurde die Impfung mit diesem Stoff jedoch vom Bund gestoppt, da Berichte über Thrombosen von Hirnvenen nach der Verwendung von Astrazeneca bekanntgeworden waren.

Impfstoff effizient genutzt

Das Ärzteteam sei effizient mit dem Impfstoff umgegangen. So konnten neben den 66 geplanten Impfungen noch sechs weitere Erzieher und Lehrkräfte geimpft werden, die auf der Ersatzliste gestanden hatten, schreiben die Verantwortlichen.

Ob die Ärzte Christoph Hadasch und Wolfgang Gerlach-Reinholz und deren Praxisteam am kommenden Samstag die Impfung der übrigen 87 Erzieher und Lehrkräfte durchführen können, bleibt fraglich. Mit Stand von Montag, 18 Uhr darf dieser Impfstoff vorerst nicht mehr verwendet werden.

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