85 Prozent leben in einem Ein- oder Zweifamilienhaus

Große Häuser, große Familien

In Heek lässt es sich offenbar gut leben. Diesen Schluss lässt das Wohnungsmarktprofil 2015 der NRW-Bank zu. Außergewöhnlich viele Menschen leben in der Dinkelgemeinde in einem Ein- oder Zweifamilienhaus. Die derzeitigen Bautätigkeiten, zum Beispiel im Strothbach, werden diesen Trend demnächst noch verstärken.

HEEK

von Rupert Joemann

, 14.01.2016, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die erste Bodenplatte im neuen Baugebiet Strothbach ist gegossen. Die Gemeinde hat rund 30 der 50 sich in Gemeindebesitz befindenden Grundstücke verkauft.

Die erste Bodenplatte im neuen Baugebiet Strothbach ist gegossen. Die Gemeinde hat rund 30 der 50 sich in Gemeindebesitz befindenden Grundstücke verkauft.

85,8 Prozent aller Heeker Bürger wohnen in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Der landesweite Durchschnitt (41,3 Prozent) beträgt etwas weniger als die Hälfte. Und auch im Vergleich zu Kommunen in der gleichen Gemeindegrößenklasse (GGK) liegt Heek weit vorne: Bei den GGK-Kommunen leben 76,1 Prozent der Bürger - und somit fast zehn Prozent weniger - in einem Ein- oder Zweifamilienhaus.

Junge Häuser

Die Heeker und Nienborger wohnen im Schnitt in jungen Häusern. Nur 35,4 Prozent aller Wohnungen wurden vor 1970 gebaut. Bei vergleichbaren GGK-Kommunen sind es 43,6 Prozent und in NRW sogar 55,9 Prozent.

Auch die Wohnungen sind überdurchschnittlich groß. 127,2 Quadratmeter misst eine Wohnung im Schnitt. Landesweit sind es nur 90,2 Quadratmeter. Und auch die GGK-Kommunen schneiden mit 113 Quadratmetern deutlich schlechter ab.

Jedoch steht jedem Einwohner der Dinkelgemeinde mit 48,4 Quadratmetern im Durchschnitt weniger Fläche zur Verfügung als in den GGK-Kommunen (50 Prozent) und nur etwas mehr als im Landesdurchschnitt (45,3 Prozent). Das liegt daran, dass in der Dinkelgemeinde im Schnitt mehr Menschen in einer Wohnung leben. Sind es in NRW lediglich 2,1 Bewohner, wächst die Zahl in den GGK-Kommunen auf 2,3. In Heek sind es im Schnitt sogar 2,6 Einwohner pro Wohnheinheit.

Steigende Mietpreise

Für den Wohnkomfort mussten die Heeker bei der Miete tiefer in die Tasche greifen. Zwischen 2012 und 2014 stiegen die Nettokaltmieten bei Wiedervermietungen im Durchschnitt um 12,7 Prozent auf nunmehr 5,43 Euro.

88,9 Prozent des gesamten Wohnungsbestands befindet sich in privater Hand. Wohnungseigentümer-Gemeinschaften verfügen nur über 9,6 Prozent, die Kommune noch über 0,8 Prozent. Der Anteil der Wohnungen, die in Besitz von Wohnungsunternehmen und -genossenschaften sind, liegt weiter unter einem Prozent.

Für Bauland zahlten die neuen Eigentümer im Schnitt 85 Euro. Das ist im Verhältnis zum Jahr 2012 ein Zuwachs von 6,3 Prozent, im Vergleich zu 2005 eine Steigerung um 41,7 Prozent.

Der mittlere Kaufpreis für Eigenheime stieg nach Angaben des Oberen Gutachterausschusses NRW im Jahr 2014 auf 150357 Euro. Hier betrug die Steigerung im Vergleich zu 2012 insgesamt 66,1 Prozent. Rupert Joemann

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