Mit Blick auf die OGS-Beiträge gibt es für Eltern gute Nachrichten - auch in Heek. © DPA
Kinderbetreuung

Alle Details zum coronabedingten Erlass der OGS-Beiträge in Heek

In Zeiten der „Bundesnotbremse“ hat die Kinderbetreuung gelitten. Auch danach war längst nicht alles so einfach. Darum werden Eltern jetzt finanziell entlastet. Natürlich auch in Heek.

Gute Nachrichten für alle Eltern und Erziehungsberechtigten, deren Kinder in die OGS gehen. Da durch die Pandemie gerade zu Zeiten der „Bundesnotbremse“ eine verlässliche Betreuung nicht möglich war, wird die Beitragserhebung rückwirkend ausgesetzt. Und jetzt sind auch die Details klar.

Aus einem Schreiben des Städte- und Gemeindebundes NRW, das die Verwaltung zu den Unterlagen der jüngsten Ratssitzung hinzufügte, gehen die Details hervor. Dazu muss man wissen: Grundsätzlich waren sich das Land sowie der Städte- und Gemeindebund schon länger einig darüber, dass Eltern wegen Corona finanziell entlastet werden sollten.

Zähe Gespräche führen zu Einigung

50 Prozent der monatlichen OGS-Kosten sollen dabei Land und Kommunen tragen, die andere Hälfte die Eltern. Die Frage war bisher nur: Für wie viele Monate? Zwei oder doch drei? Unsere Übersicht zeigt das Ergebnis der wochenlangen und zähen Gespräche der beiden Lager:

  • Für Februar 2021 übernehmen Land und Kommunen die Kosten zu 100 Prozent, da die Einrichtungen geschlossen waren.
  • Für März, April und Mai übernehmen Land und Kommunen 50 Prozent der Kosten. Die andere Hälfte zahlen jeweils die Eltern.

Für Heek heißt das jetzt konkret: Da die Gemeinde die Elternbeiträge beider OGS von Februar bis Mai komplett eingezogen hat, wurden die Einzüge der Beiträge für Juni und Juli 2021 gestoppt. Lediglich das Essensgeld musste gezahlt werden.

Mindereinnahmen von rund 5000 Euro

Unter dem Strich muss die Gemeinde jetzt noch einen halben Monat Elternbeitrag rückerstatten. Dies werde, so kündigte es die Verwaltung an, im Juli erfolgen. Unter dem Strich schlägt das für die Gemeinde mit rund 5000 Euro Mindereinnahmen zu Buche.

„Wie es in der zweiten Jahreshälfte weitergeht, wissen wir jetzt noch nicht“, stellte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der Ratssitzung klar. Hintergrund ist, dass derzeit niemand weiß, wie sich die Pandemie-Lage nach den Sommerferien entwickelt.

Erstattungen im zweiten Halbjahr nicht ausgeschlossen

Darauf machte auch der Städte- und Gemeindebund aufmerksam. Sollte es nach den Ferien pandemiebedingt erneut Einschränkungen geben, soll bei einer erneuten Kostenübernahme der Elternbeiträge durch Land und Kommunen die tatsächliche Inanspruchnahme der OGS und Kitas berücksichtigt werden. Details dazu müssen allerdings noch ausgearbeitet werden.

Christof Sommer (CDU) bilanziert als Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW: „Es ist gut, dass eine Einigung erzielt werden konnte. Notwendige Erstattungen für das zweite Halbjahr werden so nicht ausgeschlossen.“

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