Angler sammeln Müll am Strönfeldsee

Aufräumaktion

Das regnerische Wetter war nicht der Grund, dass die Stimmung bei den Mitgliedern der Angelvereine aus Heek, Schöppingen, Asbeck, Ahaus, Wettringen und Nienborg am Samstag nicht sonderlich berauschend war. Es war eher die Gedankenlosigkeit von Ausflüglern, die ihren Unrat am Strönfeldsee zurücklassen.

HEEK

02.09.2014, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gedankenlosigkeit in blauen Tüten: Jede Menge Ausflugsmüll haben die Angler aus Heek, Ahaus, Asbeck und Wettringen rund um den Strönfeldsee aufgesammelt.

Gedankenlosigkeit in blauen Tüten: Jede Menge Ausflugsmüll haben die Angler aus Heek, Ahaus, Asbeck und Wettringen rund um den Strönfeldsee aufgesammelt.

Zwölf volle blaue Müllsäcke waren das Ergebnis. „Müll, der von den Badegästen einfach liegen gelassen wurde“, sagt Christian Schubert, erster Vorsitzender vom Angelverein Nienborg Dinkel. Vor drei Monaten hatten die Angler vom Schöppinger Angelverein den Bereich letztmalig gereinigt. „Ich mag gar nicht daran denken, wie viel Müll wir bei einem guten Sommer zusammen getragen hätten“, so Schubert. Wie seine Mitstreiter hat er für das Verhalten der Badegäste und Besucher kein Verständnis. Sehenden Auges werde das Verbotsschild „Achtung – Unbefugtes Betreten verboten - Baden, Lagern und Schuttabladen verboten“ ignoriert. Bei schönem Sommerwetter verwandelt sich der Strönfeldsee in einen Badesee.

Für die Anglergemeinschaft ein Albtraum. Achtlos lassen die Besucher ihren Dreck liegen, und die Strönfeldstraße wird zugeparkt. Grund für die kritische Parkplatzsituation ist die Schließung des Parkplatzes im Zuge der Renaturierung am Nordwestufer. Die Verkehrssituation sorgt vor allem bei Landwirten für Unmut. Mit ihren Erntemaschinen können sie die Stelle kaum noch passieren. Mit einem Schwimmbagger wird der See am Nordwestufer aktuell entsandet. Beim Abpumpen des Sandes entstehen Untiefen, Abbruchkanten und unterirdische Strömungen. „Als Badegewässer ist der See lebensgefährlich“, sagt Christian Schubert. Und er erinnert an zwei Ertrunkene in den Jahren 2003 und 2012.

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