Apothekerverband

Apothekerin Overwiening wird Präsidentin des Bundesverbandes

Gabriele Regina Overwiening ist als erste Frau an die Spitze der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) gewählt worden. Im kommenden Jahr tritt sie ihr Amt an.
Gabriele Overwiening ist die erste Frau an der Spitze der apothekerlichen Berufsvertretung auf Bundesebene. © ABDA

Neue Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ist Gabriele Regina Overwiening. Sie wurde am Mittwoch mit großer Mehrheit von 92 Prozent von der Mitgliederversammlung aller 34 deutschen Apothekerkammern und Apothekerverbände gewählt.

Sie folgt auf Friedemann Schmidt (Leipzig), der nach acht Jahren im Spitzenamt nicht mehr kandidierte. Overwiening zeigte sich kämpferisch und tritt mit einer klaren Zielsetzung an: „Wir müssen die Apotheke vor Ort stabilisieren und zukunftsfest machen. Das wird nur gelingen, wenn wir die Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv mitgestalten.“

Erste Frau an der Spitze

Gabriele Overwiening ist, 70 Jahre nach Gründung der ABDA, die erste Frau an der Spitze der apothekerlichen Berufsvertretung auf Bundesebene. „Ich möchte unserer pharmazeutischen Wirklichkeit zur politischen Wirksamkeit verhelfen“, sagte die neu gewählte Präsidentin.

Sie fordert darüber hinaus ein: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Einführung von pharmazeutischen Dienstleistungen im kommenden Jahr zum Erfolgsmodell wird. Das verbessert nicht nur die Versorgung der Patienten, sondern gibt uns auch die Chance, eine neue Vergütungssäule aufzubauen und den Beruf attraktiver zu machen.

Vertrauensvolles Miteinander

Und es gilt, der beunruhigenden Bagatellisierung von Arzneimitteln klar entgegenzutreten. Das wird viel Arbeit, aber sie wird sich lohnen.“ Overwiening leitet unter anderem die beiden Apotheken in Heek und Nienborg und ist seit 2009 Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster.

Die vierfache Mutter legt großen Wert auf ein vertrauensvolles Miteinander der Heilberufe Arzt und Apotheker – auf Augenhöhe: „In meiner Familie leben wir dieses Miteinander bereits: Zwei meiner drei Töchter sind Ärztinnen, und mein Sohn ist Apotheker.“

Leistungsstarke Heilberufe

Gerade in der Corona-Krise hätten die Heilberufe, so Overwiening, unter Beweis gestellt, wie leistungsstark und sicher die wohnortnahe medizinische und pharmazeutische Versorgung sei: „Auf unser durch die freien Heilberufler geprägtes Gesundheitssystem konnte und kann man sich jederzeit verlassen.

Das ist ein entscheidender Faktor dafür, dass unser Land so vergleichsweise gut durch diese schwierige Zeit der Corona-Pandemie kommt.“ Der neu gewählte ABDA-Vorstand tritt sein Amt 2021 für vier Jahre an.

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