Architekturpreis für das Kreuzzentrum am Kirchplatz

Vom BDA prämiert

Alle drei Jahre vergibt der Bund Deutscher Architekten Münster-Münsterland (BDA) Auszeichnungen für Bauherren und Architekten, die einen besonderen Beitrag zur Förderung der Baukultur geleistet haben: Eine der zwei Prämierungen ging neben den Aaseeterrassen Münster an das Kreuzzentrum Heek.

HEEK

von von Manfred Elfering

, 15.04.2011, 14:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Deutlich wird hier der Sichtbezug zur Ludgerus-Kirche auch von den Giebelräumen aus.

Deutlich wird hier der Sichtbezug zur Ludgerus-Kirche auch von den Giebelräumen aus.

Am Freitagabend haben Pfarrer Josef Leyer als Vertreter des Bauherrn, der Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek, und Architekt Eckhard Scholz aus Senden in der Diözesanbibliothek Münster die Auszeichnung entgegen genommen. „Das ist auf jeden Fall eine tolle Sache“, erklärte Scholz im Gespräch mit der Münsterland Zeitung vor der Preisübergabe. „Der BDA als leitende Vertretung der selbstständigen Architekten zeichnet damit Bauherren und Architekten aus, die sich besonders um die Baukultur kümmern“ – Scholz muss es wissen, denn er nimmt mit seinem Büro regelmäßig an den Wettbewerben teil und hat zuletzt bereits einen Anerkennungspreis für ein Wohnbauprojekt in Senden bekommen. Dies konnte er mit dem Kreuzzentrum am Kirchplatz in Heek jetzt steigern: „Das Pfarrheim ist ein überzeugendes Beispiel für die gelungene Eingliederung zeitgenössischer Architektur in ein über Jahrhunderte gewachsenes Ensemble“, heißt es in der Begründung der Fachjury für die Auszeichnung.

Städtebaulich stelle das Gebäude den Pfarrhof auf seiner Nordseite wieder her, „wobei es weder zum historischen Pfarrhaus noch zur Kirche in Konkurrenz tritt“ – ein Beweis dafür, wie harmonisch sich das Kreuzzentrum in die bauliche Umgebung am Kirchplatz einfügt. Dazu trügen auch der „Sichtbezug zur Kirche“ durch das großzügig verglaste und lichtdurchflutete Foyer sowie die Räume im westlichen Giebel ebenso bei wie die verwendeten und „vertraut wirkenden“ Materialien: rote Ziegel, Naturstein, Holz und Stahl. Das alles war der Jury die höchste Prämierung wert – damit nimmt das Kreuzzentrum nun in der nächsten Stufe des Architekturwettbewerbs auf Landesebene teil.

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