Asylbewerber erleben Tag auf Schalke

Aktion der Flüchtlingshilfe

Wie man Flüchtlingen bei der Integration in einer für sie fremden Umgebung helfen und ihnen gleichzeitig eine Freude machen kann, das zeigen die Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe Heek. Sie verschafften den jungen Asylbewerbern einen unvergesslichen Tag - beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04.

HEEK

06.08.2015, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Junge Asylbewerber und Flüchtlingshelfer aus Heek vor der Arena auf Schalke. Gemeinsam besuchten sie das Freundschaftsspiel gegen den FC Twente Enschede.

Junge Asylbewerber und Flüchtlingshelfer aus Heek vor der Arena auf Schalke. Gemeinsam besuchten sie das Freundschaftsspiel gegen den FC Twente Enschede.

Was kann man tun, damit die jungen Asylbewerber in Heek wenigstens für einen Tag das eigene Schicksal vergessen und sich in einer Gemeinschaft unter Freunden wohlfühlen können? Diese Frage stellten sich die Flüchtlingshelfer in Heek und fanden die Antwort schnell. Ein Fußballspiel in einem Bundesligastadion sollte es sein, denn Fußball begeistert weltweit die Menschen.

Flüchtlingshelfer und Initiator Friedhelm Perrevoort hatte bereits einen Verein ins Auge gefasst und kontaktierte den für sein soziales Engagement bekannten Klub Schalke 04. Die Verantwortlichen auf Schalke zeigten großes Verständnis und versprachen, sich dieser Thematik anzunehmen und ermäßigte Karten zur Verfügung zu stellen.

Kostenlose Karten

Einige Telefongespräche und E-Mails später war es dann soweit: Schalke 04 stellte für den Saisonauftakt am Sonntag kostenlose Eintrittskarten für ein Freundschaftsspiel zur Verfügung. „Die Begeisterung bei Helfern und Asylanten war gleichermaßen groß“, schildert Perrevoort. Alle trafen sich am Sonntag an der Gemeindeverwaltung Heek, um von dort mit zwei Kleinbussen nach Gelsenkirchen zu fahren.

Es wurde ein toller Tag mit strahlenden Gesichtern bei schönstem Sonnenschein. Für einen Tag spielten Herkunft, Religion und Kultur keine Rolle mehr und sprachliche Barrieren wurden irgendwie gemeistert. Und dass das Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Twente dann schiedlich- friedlich mit einem Unentschieden (1:1) endete, passte dann auch ins Gesamtbild.

Positives Fazit

Friedhelm Perrevoort: „Die jungen Leute haben es verdient, dass man sich um sie kümmert. Sie haben traumatische Situationen erlebt und sind für jede Abwechslung dankbar. Daher hoffen wir, dass sich auch der größte Wunsch der jungen Asylbewerber bald erfüllt: Eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland, um endlich arbeiten zu können.“ Die Flüchtlingshelfer wünschen dazu – wie die Schalker sagen würden – „Glück auf“.

In diesem Jahr sind bisher 42 zugewiesene Flüchtlinge in Heek untergebracht. Insgesamt wohnen nun 75 Asylbewerber in Heek, davon 34 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft Bült und 13 in der Gemeinschaftsunterkunft Vennstraße 7. Die übrigen 28 Personen sind dezentral untergebracht.

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