Darum wühlen sich auf der Ex-Hülstafläche riesige Maschinen durch das Erdreich

mlzWirtschaft in Heek

Die Abrissarbeiten auf der Ex-Hülstaflächen neigen sich dem Ende entgegen. Doch bevor die Erschließung beginnen kann, muss Maschinist Tobias Helms von der Firma Lukassen noch viel graben.

Heek

, 01.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein wenig gleicht die Ex-Hültstafläche an der B70 derzeit einer Mondlandschaft. Keinerlei Vegetation, große Sandhaufen, Gräben und Geröll. Mittendrin wühlen sich ein Bagger und eine riesige Siebanlage durch das Areal. Den Graben, den die Maschinen hinterlassen, ist gut zehn Meter breit und einen Meter tief.

Doch was ist der Anlass? Der Boden muss vor der Erschließung des Geländes „gereinigt“, sprich Steine und andere Dinge aus dem Erdreich herausgefiltert werden. Seit dem 21. November ist Maschinist Tobias Helms von der Firma Lukassen aus Ahaus darum vor Ort mit dem schweren Gerät im Einsatz.

Der Sand wird in der Siebanlage vom übrigen Material getrennt

Das Prinzip der „Bodenreinigung“ ist denkbar einfach. Mit dem Bagger schachtet der Maschinist den Boden auf eine Tiefe von einem Meter aus und befördert das Erdreich in die große Siebanlage. In dieser wird dann mittels Vibration der Sand vom übrigen Material getrennt.

Darum wühlen sich auf der Ex-Hülstafläche riesige Maschinen durch das Erdreich

Wie lange die Sandausschachtungen auf der Ex-Hülsta-Fläche noch andauern, ist derzeit nicht abschätzbar. © Till Goerke

Der „saubere“ Sand läuft dann über ein Förderband nach links und wird zu den markanten Haufen aufgeschüttet. Steine und sonstiges Material werden über ein weiteres Förderband vor die Siebmaschine transportiert. „Die Steine werden dann in der Folge zu Recycling-Schotter verarbeitet. Es muss so nichts weggeworfen werden“, erklärt Tobias Helms. Dieser wird dann zum Beispiel im Straßenbau verwendet.

Ein Großteil der Fläche muss noch gesiebt werden

Der „gesäuberte“ Sand selber verbleibt auf dem Areal und wird später wieder verteilt. Wie lange diese Siebarbeiten noch dauern, kann der Maschinist noch nicht abschätzen. Angesichts der Größe der Fläche (82.000 Quadratmeter) dürften die Arbeiten wohl noch einige Wochen dauern. Denn den Großteil des Areals hat Tobias Helms noch vor sich.

Darum wühlen sich auf der Ex-Hülstafläche riesige Maschinen durch das Erdreich

Immer wieder muss Maschinist Tobias Helms mit der Baggerschaufel den Steinhaufen am Ende des Förderbandes etwas „in Form bringen.“ Die Steine werden später zu Recycling-Schotter weiterverarbeitet. © Till Goerke

Insgesamt liegen die Arbeiten im Zeitplan. Das gab Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bekannt. „Die Abbrucharbeiten neigen sich dem Ende entgegen.“ Aktuell stehen noch die Wände einer alten Lagerhalle angrenzend an die „Stroot“.

Derzeit bereite die Gemeinde die Ausschreibung der Flächen vor, berichtete Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage der SPD weiter. „Wir wollen im Frühjahr 2020 mit der Erschließung starten. Damit wären wir auch weiterhin im Zeitplan“, so der Bürgermeister. Übrigens: Die Kosten für die Abrissarbeiten sollen sich auf etwa 900.000 Euro belaufen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt