Aufbau einer Totenzettel-Sammlung

Heimatverein

HEEK Bisher ist die Totenzettelsammlung das Hobby und das Anliegen einzelner Mitglieder des Heeker Heimatvereins, der in den Schützenverein St. Ludgerus Heek integriert ist. Bald könnte es aber offizieller und vor allem vernetzter sein mit weiteren Totenzettelsammlungen in benachbarten Orten.

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 30.10.2009, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Karl-Heinz Latussek (Leiter der Heimatvereinsgruppe im Heimat- und Schützenverein St.Ludgerus Heek e.V.), Martha Kemper, Hanchen und Alfons Leusbrock, Anton Pieper blättern in ihrer Totenzettelsammlung.

Karl-Heinz Latussek (Leiter der Heimatvereinsgruppe im Heimat- und Schützenverein St.Ludgerus Heek e.V.), Martha Kemper, Hanchen und Alfons Leusbrock, Anton Pieper blättern in ihrer Totenzettelsammlung.

Zukunftsträume, die pünktlich und nicht ohne Hintergedanken gerade zu Allerheiligen und vor den vielen Totengedenktagen des Novembers öffentlich gemacht werden sollen. So traurig der Gegenstand ihrer Sammlung ist, so interessant ist er vor allem für Familienforscher. Geschichten von Heeker Familien prägen die Treffen des kleinen Kreises, zu dem auch Pfarrer Josef Leyer gehört. Manchmal treffen sie sich im Eppingschen Hof oder wie jetzt im gemütlichen Wohnzimmer von Pieper. Bei ihm zu Hause steht die Sammlung in Ordnern und Karteikästen archiviert und wartet auf die computergestützte Archivierung, die vor allem den Familienforschern einen leichteren Zugang ermöglichen soll.

Mittlerweile haben sie per Hand die Heeker Totenzettel ab 1973 beinahe lückenlos archiviert. Die Heeker Totenzettel vor 1973 liegen unerreichbar im Bistumsarchiv in Münster. „Auf den Totenzetteln stehen die Geburts- und Sterbedaten. In den Todesanzeigen sind auch die Namen der Angehörigen aufgeführt“, ergänzt Leusbrock. Mittlerweile haben sie auf diese Weise die Daten von rund 3000 Personen zusammengetragen.

  • Der kleine Kreis freut sich über weitere Totenzettel und über jede helfende Hand. Kontakt über Anton Pieper Tel. (0 25 68)93 40 59.
  • KREISWEIT VERNETZT:
  • Totenzettel: Kreisweit sind rund 75 000 Totenzettel erfasst und stehen zur Recherche zur Verfügung, hinzu kommen rund 13000 Todesanzeigen.
  • AG Genealogie: Seit Anfang 2005 hat die Arbeitsgemeinschaft für das Westmünsterland eine eigene Webseite. Die Gruppe von Familienforschern, deren Wurzeln oder Forschungsgebiete im Westmünsterland liegen, hat ein gemeinsames Ziel: das Erarbeiten, Digitalisieren und der Austausch von lokalen historischen Daten.
  • Quellen: Willkommschatzungen, Steuerregister, Volkszählungen, Kirchenbücher, Grundkataster, Einwohnerlistenund alte Adress- und Telefonbücher gehören zu den wichtigen Quellen – und eine wachsende Zahl von Totenzetteln und Todesanzeigen.
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