Viele Baustoffe sind derzeit knapp. Das hat auch Auswirkungen auf Bauprojekte in Heek. © dpa
Bauprojekte

Baustoffknappheit: Überhitzter Markt auch schon in Heek spürbar

Baustoffe sind derzeit heiß begehrt, da Mangelware. Die Märkte sind überhitzt. Preise steigen. Zeitpläne wackeln kräftig. Dinge, die auch nicht spurlos an Heek vorbeiziehen. Im Gegenteil.

Baustoffe sind ein rares Gut geworden. Stahl, Holz, Dämm- und Kunststoffe oder Farbe – den Baufirmen in Deutschland geht das Material aus. Das treibt die Preise in die Höhe. Der Weltmarkt ist überhitzt. Das hat schon jetzt Auswirkungen auf geplante Bauvorhaben in Heek. Nur was heißt das für die Zukunft?

„Wir werden bei Zukunftsprojekten noch mal genauer hinschauen müssen wegen der Kosten“, stellt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage klar. Keinen Spielraum hatte die Lokalpolitik hingegen bei der kürzlichen Vergabe der ersten Arbeiten für die Erweiterung der Kreuzschulen-Turnhalle zu einem Kultur- und Sportzentrum.

Ist der Zeitplan gefährdet?

Gut 3 Millionen Euro inklusive 841.000 Euro Fördergelder standen bisher im Raum. Jetzt aber sind Dinge wie Rohbauarbeiten oder Dachdecker- und Verputzarbeiten teurer geworden. Das treibt die Gesamtkosten der Halle in die Höhe. Wie viel genau, ist offiziell noch unklar.

Vergeben wurden die Arbeiten nach Absegnung der Lokalpolitik dennoch, damit es nach Jahren der Diskussionen weitergeht und kein Stillstand eintritt. Ob die derzeitige Lage auf dem Weltmarkt Einfluss auf den Heeker Zeitplan haben wird, wird sich noch zeigen.

Nochmal über die Zeitschienen sprechen

Ganz generell rechnet der Bürgermeister aber damit, dass bei angestrebten Bauprojekten wohl einige Zeitschienen nicht eingehalten werden können. Das könne Hoch- und Tiefbau betreffen. Projekte in naher Zukunft sind unter anderem der Endausbau Leuskesweg, die Sanierung der Wirtschaftswege oder die Arbeiten an der Landesburg.

„Wir werden wohl auch noch die eine oder andere weitere Kostensteigerung erleben“, blickt Franz-Josef Weilinghoff voraus. Darum gelte es, zweimal hinzuschauen und sich für zukünftige Projekte Gedanken zu machen. Und bei dem einen oder anderen Projekt noch einmal über die Zeitschiene zu sprechen.

Rohstoffmangel deutete sich bereits Ende 2020 an

Der Rohstoffmangel deutete sich übrigens bereits Ende des vergangenen Jahres an und schlug Anfang 2021 richtig durch. Als die Konjunktur in China und in den USA wieder anlief, stieg die Nachfrage schneller, als die Kapazitäten wieder hochgefahren werden konnten. Fachleute sprechen zudem vom „Klopapiereffekt“. Viele Unternehmen horten Material.

„Das sind leider alles Entwicklungen, auf die wir keinerlei Einfluss haben“, so der Heeker Bürgermeister. Und wann der Markt wieder abkühlt, ist noch nicht wirklich absehbar. Einige Wirtschaftsexperten rechnen mit Linderungen gegen Ende des Jahres. Andere sehen das Problem auch noch in 2022.

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