Beethoven aus Schülersicht: Kreuzschule dokumentiert Projekte zum Beethoven-Jahr im Film

Projektarbeit

Der Name Beethoven ist den Schülern der Kreuzschule bekannt. Auch, was sein Leben auszeichnete. Nicht zuletzt deshalb drehen die Schüler einen ganz speziellen Dokumentarfilm.

Heek

von Bernd Schäfer

, 27.02.2020, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alexandra (l.) beim Probeinterview mit Frieda und Joanna: Auch so haben sich die Kreuzschüler auf die Interviews vorbereitet, die sie an insgesamt acht anderen Schulen im ganzen Münsterland durchführen wollen.

Alexandra (l.) beim Probeinterview mit Frieda und Joanna: Auch so haben sich die Kreuzschüler auf die Interviews vorbereitet, die sie an insgesamt acht anderen Schulen im ganzen Münsterland durchführen wollen. © Bernd Schäfer

Den Namen kannten die Schüler der Klasse 9b der Kreuzschule natürlich schon – die meisten auch, dass er Komponist war und am Ende seines Lebens taub. Und dass er – obwohl er sie selbst nicht mehr hören konnte – da noch weiterhin Musikstücke komponierte. Aber wann genau er wo und unter welchen Umständen lebte, das war für viele doch etwas Neues.

„Wir wussten erst gar nicht genau, worum es geht“, gibt etwa Danyell zu. „Aber das Thema ist dann doch echt spannend.“ Ähnlich sieht das Alexandra: „Das war erst schon eine Herausforderung. Aber mittlerweile ist es voll cool.“ Mit „es“ meint sie nicht nur das Leben des berühmten Komponisten, der in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag feiern würde, sondern auch das Projekt „Beethoven – so what?“

Das Ganze ist ein Projekt im Projekt

Das sozusagen ein Projekt im Projekt ist: Die Heeker Neuntklässler drehen einen Dokumentarfilm über verschiedene andere Projekte, die unter der Überschrift „BTHVN 2020“ an Schulen im ganzen Münsterland stattfinden. Neben der Beschäftigung mit dem Musiker ging es deshalb vor allem darum, sich mit Hilfe von Steffi Köhler von der Filmwerkstatt Münster mit dem Medium Film auseinanderzusetzen – um Medienkompetenz. „Und ich will zeigen, wie viel Spaß es machen kann, mit Medien zu arbeiten“, so Köhler.

Schließlich soll der Film am Ende keine bloße Aneinanderreihung von Szenen werden. „Wir wollen emotional zeigen, wie Schüler mit dem Thema Beethoven umgehen und herauskitzeln, was an den Schulen passiert.“ Damit das funktioniert, müssen die Technik beherrscht – und die richtigen Fragen gestellt werden. Die wurden im Unterricht mit Lehrer Jörg Hilpert erarbeitet.

Was verbinden Schüler heute noch mit dem Komponisten?

„Die Projekte stehen unter dem Vorzeichen der Frage, was Schüler und Schülerinnen heute eigentlich noch mit Beethoven verbindet. Wo liegen mögliche Berührungspunkte zwischen der Lebenswelt der Schüler und derjenigen des Komponisten?“, beschreibt Hilpert die Fragestellung.

Mit diesen Fragen wurden dann erste Probe-Interviews mit Kamera und Mikro geführt. „Es ist leichter, hinter der Kamera zu stehen, als davor“, haben dabei Frieda und Joanna festgestellt. Etwa 30 Minuten lang soll der fertige Film werden – der natürlich auch gezeigt wird: Die Premiere soll in der zweiten Augusthälfte in der Landesmusikakademie in Nienborg, die die Projekte auch federführend organisiert, gefeiert werden.

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