Fabian Walke vom Jugendhaus Zak versuchte bereits mit einigen Kindern und Jugendlichen vergeblich, den Bikepark wieder auf Vordermann zu bringen. © Markus Gehring
Jugendhaus Zak

Bikepark: Knüppelharte Piste wird zum temporären Problemfall

Der Bikepark am Jugendhaus Zak ist bei den Heeker Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Doch aktuell ist das Fahren dort eine Qual. Die Bodenbeschaffenheit ist schlecht. Aber die Lösung naht.

Wirklich Spaß kann das Fahren durch den Bikepark am Jugendhaus Zak derzeit nicht machen. Der Untergrund ist knüppelhart, Fahrspuren sind in den lehmigen Boden „eingeprägt“ und an vielen Stellen ist die Piste mit Gras bewachsen. Etwas, das als natürlicher Bremsklotz wirkt. Und mal eben so sind die Mängel auch nicht behoben.

Genau das mussten Fabian Walke vom Zak und einige Jugendliche jüngst ernüchtert feststellen. Eigentlich wollten sie zusammen die Piste wieder in Schuss bringen, doch nach einer „gefühlten Ewigkeit“ gaben sie auf. „Wir haben stundenlang auf den Boden eingehackt. Der ist so knüppelhart, das macht keinen Sinn“, blickt Fabian Walke zurück.

Jugendhaus sucht Hilfe bei der Verwaltung

Boden auflockern? Keine Chance. Auch das Entfernen des Grases sei aussichtslos gewesen. „Da hätten wir nur Schlaglöcher produziert“, so Fabian Walke. Also wandte sich das Zak an die Verwaltung und suchte das Gespräch mit Jürgen Lammers (Leiter Fachbereich I).

„Eigentlich ist das so gedacht, dass die Kinder und Jugendlichen die Piste selbst ausbessern“, erklärt dieser im Gespräch mit der Redaktion. So ein Bikepark sei ein „lebendes System“, das regelmäßig bearbeitet werden müsse. Doch angesichts der akuten Problematik lässt die Verwaltung das Zak natürlich nicht hängen.

Bauhofmitarbeiter werden anrücken

Jetzt also werden die Profis vom Gemeindebauhof anrücken. Bauhofleiter Alfred Heying erklärt zudem auf Anfrage, dass der Boden aufgrund seiner Beschaffenheit mit hohem Lehmanteil so hart geworden sei. Aber warum wurde dieser Boden dann überhaupt bei der Errichtung verbaut?

Der Boden im Bikepark am Zak ist knüppelhart. Das liegt an der Bodenbeschaffenheit mit hohem Lehmanteil.
Der Boden im Bikepark am Zak ist knüppelhart. Das liegt an der Bodenbeschaffenheit mit hohem Lehmanteil. © Markus Gehring © Markus Gehring

Weil die größte Herausforderung bei der Errichtung des Bikeparks der sumpfige Untergrund war. Einfach mal irgendwelchen Sand oder Erde draufkippen – das hätte nicht funktioniert.

Passender Boden war nicht direkt gefunden

Lange suchte die Verwaltung nach dem „richtigem Material“, ehe sie dann 2019 bei einem Bauunternehmer aus der Region fündig wurde. Verbaut wurden dann 3360 Tonnen eines speziellen, steinfreien Lehmbodens.

Ein Bild von der Eröffnung des Bikparks im September 2019. Bei den Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde ist der Parcours noch immer sehr belieb
Ein Bild von der Eröffnung des Bikparks im September 2019. Bei den Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde ist der Parcours noch immer sehr beliebt. © Till Goerke © Till Goerke

Ein Boden, der jetzt temporär für Ärger sorgt. Immerhin hat es jüngst ordentlich geregnet. Der Niederschlag weicht den Boden wieder etwas auf. „Wir lassen diesen jetzt noch Dienstag abtrocknen und gehen das Problem am Mittwoch an“, so Bauhofleiter Heying.

Dann soll das Gras geschnitten und die Piste mit einem speziellen Gerät, einem so genannten Egalisierer, bearbeitet werden. Dieses beseitigt die Unebenheiten. Doch alles in allem seien die Ausbesserung auch für die Mitarbeiter vom Bauhof jede Menge Handarbeit, wie der Leiter sagt. Läuft alles glatt, dann hat sich das Bodenproblem noch am selben Tag fürs erste erledigt.

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