In Heek blüht es vielerorts, denn es wurde reichlich Saatgut verteilt. Dabei erfüllt die Blütenpracht mehrere Zwecke. © Herbert Moritz
Ökologie

Blühwiesen in Heek: Angebot und Nachfrage zahlen sich jetzt aus

Auch in diesem Jahr bietet die Gemeinde Heek wieder kostenloses Saatgut für Blühwiesen an. Die Nachfrage ist bisher sehr gut und das zahlt sich gleich mal in doppelter Hinsicht aus.

Leuchtend rot und großflächig verteilt – vielerorts in der Dinkelgemeinde blüht es derzeit. Nicht überall rot als Mohn, aber oft gezielt angelegt. Die Ausgabe des kostenlosen Blühwiesen-Saatguts durch die Gemeinde und der Einsatz der Bauhofmitarbeiter zahlen sich jetzt aus. Und das in doppelter Hinsicht.

Besonders erfreulich: Bereits im zweiten Jahr in Folge ist die Nachfrage der Heeker am kostenlosen Blühwiesen-Saatgut hoch. War es 2018 und 2019 noch ein Trauerspiel in Sachen Nachfrage, nahmen 2020 über 100 Personen das Angebot der Gemeinde an. Und auch in diesem Jahr waren es bisher schon 75, wie Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Anfrage der Redaktion sagt.

Noch gibt es Saatgut für Interessierte

Die Formulierung „bisher“ deshalb, weil es noch immer kostenloses Saatgut bei der Gemeinde gibt. Allerdings drängt jetzt die Zeit, denn die Aussaat sollte, so erklärt es der Bauamtsleiter, so grob bis Mitte Juni erfolgt sein.

Wer jetzt aber noch ganz kurzentschlossen eine Blühfläche anlegen möchte, kann sich an Heeks Klimaschutzmanager Johannes Hericks per Telefon (02568/9300-42) oder per E-Mail (j.hericks@heek.de) wenden.

Gemeinde legt auch Blühflächen an

Ganz davon abgesehen ist die Verwaltung auch schon jetzt sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Blühflächen in diesem Jahr. „Die gesamte Fläche ist vermutlich noch größer als 2020“, frohlockt Herbert Gausling. Dazu muss man wissen, dass auch die Mitarbeiter des Bauhofes wieder im Auftrag der Gemeinde großflächig Blühflächen angelegt haben.

Die ausgesäten Flächen sollen dieses Jahr im Umfang noch größer als 2020 sein.
Die ausgesäten Flächen sollen dieses Jahr im Umfang noch größer als 2020 sein. © Herbert Moritz © Herbert Moritz

Etwa im Industriegebiet Heek-West oder auf der ehemaligen Hülstafläche. Und deshalb gibt es das Saatgut dieses Jahr auch in zwei verschiedenen Ausführungen. Einmal für innerörtliche Flächen als reine Blumenmischungen und einmal für Flächen im Außenbereich, die speziell auf Bienen ausgelegt ist und nicht nur auf der Optik der Blüten beruht.

Lebensraum für Insekten und optische Aufwertung

Denn neben der optischen Aufwertung geht es vor allem darum, den Insekten als wichtigen Bestandteilen des Ökosystems einen Lebensraum zu bieten und einen Beitrag zum Arterhalt zu leisten. Unabhängig von der Farbenpracht. Etwas, das auch bei Naturschützer Herbert Moritz (Nabu) für Freude sorgt.

Er schreibt unserer Redaktion per E-Mail: „Das ist ein positiver Beitrag der Kommune, um Brachflächen bis zu ihrer tatsächlichen Nutzung nicht nur optisch aufzuwerten, sondern auch ein positiver Beitrag zur Steigerung der heimischen Biodiversität.“ Mit besonderem Fokus auf Nahrungsquellen für Insekten.

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