Bürgerbus nimmt nach der Corona-Zwangspause wieder Fahrt auf

mlzBürgerbusverein Heek-Legden

Aufgrund der Coronakrise musste auch der Bürgerbusverein Heek-Legden seinen Betrieb vorübergehend einstellen. Doch das ist schon bald Geschichte, denn der Neustart steht unmittelbar bevor.

Heek

, 12.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Pandemie hat auch den Bürgerbusverein Heek-Legden nicht verschont. Mitte April stellte der Verein die Fahrten vorläufig ein. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus war in den kleinen Bussen schlicht zu hoch. Doch jetzt nehmen die Busse wieder Fahrt auf. Der Neustart steht unmittelbar bevor. Natürlich unter strengen Hygieneauflagen.

„Unsere Fahrer scharren schon mit den Hufen. Sie können es gar nicht abwarten, wieder Gäste fahren zu dürfen“, berichtet der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Egon Kiehl, im Gespräch mit unserer Redaktion. 40 ehrenamtliche Fahrer sind für den Verein im Einsatz. Und werden es so auch wieder ab Montag (15. Juni) sein.

Der Bürgerbus ergänzt das Angebot des RVM

Sie alle hat der Vorsitzende jüngst angerufen, um die Bereitschaft für einen Neustart abzuklopfen. Bis auf wenige privatbedingte Ausfälle seien alle an Bord. „Das ist einfach großartig“, so Egon Kiehl. Erst recht vor dem Hintergrund, dass bereits viele Stammfahrer bei ihm angefragt hätten, wann es denn wieder losgehe.

Jetzt lesen

Zur Erklärung: Der Bürgerbus ergänzt mit seinem Angebot die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM ) in den Bereichen, in denen ein Fahrbetrieb durch die RVM aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar wäre, aber dennoch ein Bedarf an Mobilität besteht. Die Fahrer des Bürgerbusvereins fahren dabei im Auftrag der RVM.

Der Bürgerbus verkehrt fünf Mal täglich

Der Bürgerbus verkehrt fünfmal täglich von Montag bis Freitag zwischen den Endstationen Bahnhof Legden und dem St. Marien-Krankenhaus Ahaus. Dabei werden je Strecke 39 Haltestellen in den Orten und Bauerschaften sowie Industriegebieten von Legden - Asbeck - Wehr - Schöppingen/Gemen - Nienborg - Heek - Ahle und Ahaus angefahren.

Jetzt lesen

„Die Wiederaufnahme des Grundschulunterrichtes war für uns der Auslöser“, so der Vorsitzende. Denn das Angebot des Bürgerbusvereins nehmen auch Schüler wahr. Doch so wie vor der Corona-Krise wird es nicht wieder sein. Direkt ins Auge springen dürfte da die Plexiglasscheibe hinter dem Fahrer im Bus. Dadurch entsteht eine Schutzzone für die Fahrer, sodass diese ohne Schutzmaske fahren können.

Fahrer des Bügerbusses gehören zur Risikogruppe

„Unsere Fahrer gehören praktisch alle zur Risikogruppe. Da müssen wir ganz besonders auf sie achten“, sagt Egon Kiehl. Für alle Fahrgäste gilt aber die Maskenpflicht während des gesamten Fahrt. „Wir bitten die Fahrgäste zudem, für die Fahrt passendes Kleingeld bereitzuhalten.“

Jetzt lesen

Wichtig: Rechtlich ist es zulässig, dass bis zu acht Personen im Kleinbus befördert werden. Doch dann, darauf weist der Vorsitzende hin, könne der Sicherheitsabstand nicht mehr eingehalten werden.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt