Caritas zieht an den Gabelpunkt

mlzTagespflege in Heek

Nach langem Anlauf steht nun fest: Die Caritas zieht in das Obergeschoss des Einkaufszentrums am Gabelpunkt. 18 Tagespflege-Plätze sollen dort entstehen – wenn das Gebäude fertig ist.

Heek

, 06.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp acht Jahre ist nichts passiert in der oberen Etage des Fachmarktzentrums am Gabelpunkt. Nun gibt es einen Mieter für die Etage über dem Textildiscounter Kik. „Wir haben den Mietvertrag Ende letzter Woche unterschrieben“, berichtet Uwe Bröcker, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Pflege der Caritas Ahaus/Vreden.

Im Herbst will der Caritasverband einziehen. In dem 480 Quadratmeter großen Obergeschoss sollen 18 Tagespflege-Plätze angeboten werden. Auch die ambulante Pflege, ein großer Besprechungsraum und Büros für die Verwaltung werden hier ihren Platz finden.

Schon im September hatte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff verkündet, dass die Unterschrift kurz bevorstehe. Offen war noch die Frage nach einer Zufahrt. Denn der Haupteingang des Gebäudeteils ist der B70 zugewandt. Für eine leichtere An- und Abfahrt der Pflegepatienten hatte sich die Caritas daher eine eigene Zufahrt gewünscht und dies zur Bedingung für den Umzug gemacht. „Kurze Wege sind sehr wichtig für unsere Gäste“, so Bröcker.

Eigene Zufahrt von der B70

„Diese Lösung war auch von der Gemeinde ausdrücklich gewünscht“. Die Verwaltung nahm Kontakt zu Straßen NRW auf, um eine mögliche Lösung zu besprechen. Mit Erfolg. „Wir haben das Signal erhalten, dass es umsetzbar ist“, berichtet Weilinghoff. Dabei halte er eine direkte Zufahrt für die beste Variante.

„Es wird eine Zufahrt und eine Abfahrt geben“, bestätigt Bröcker. „Dadurch muss niemand wenden. Das hätte sowohl den fließenden Verkehr auf der B70 als auch den Radverkehr gestört. Und unsere Gäste können direkt vor der Tür aussteigen“, zeigt er sich zufrieden mit der geplanten Lösung.

Die ersten Schritte sind also getan, doch nun beginnt die Arbeit der Handwerker. „Beim Innenausbau ist noch jede Menge zu tun“, so Bröcker. Denn das obere Stockwerk befindet sich noch im Rohbau.

Der bisherige Heeker Standort der Caritas werde langfristig aufgegeben. Dort ist bisher noch die ambulante Pflege untergebracht. Weilinghoff hatte den Umzug als doppelten Gewinn für die Gemeinde begrüßt, weil dadurch zusätzlicher Wohnraum in der Straße Up‘n Hoff frei werden könnte. Die 120 Quadratmeter großen Räumlichkeiten sind so konzipiert, dass sie auch für zwei Wohnungen genutzt werden könnten.

Alter Standort wird zum Übergangsquartier

Als Übergangs-Wohnung nutzen will diese auch die Caritas. Dort werden die drei albanischen Pflegeschülerinnen untergebracht, die derzeit in Heek ihre Ausbildung absolvieren. „Der Mietvertrag läuft noch einige Zeit“, verrät Bröcker.

Ebenfalls nur übergangsweise untergebracht war die Tagespflege der Caritas im Wohnpark Johannes Nepomuk, die künftig am Gabelpunkt ihre Arbeit fortsetzt. Die Zahl der Tagespflegeplätze steigt von 8 auf 18.

Mit einem schnellen Umzug rechnet Bröcker allerdings nicht. „Im Mietvertrag steht, dass es im September fertig ist“, verrät Bröcker. „Aber ich wage das stark zu bezweifeln. Ich kenne ja die derzeitige Handwerker-Situation. Ich wäre schon froh, wenn wir im Oktober oder November drin sind.“ Aber auf ein paar Monate kommt es nach acht Jahren Leerstand ja auch nicht mehr an.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt