Clemensmarkt verregnet komplett

Händler enttäuscht

Der traditionsreiche Clemensmarkt sollte am Montag wieder die Massen auf das Burggelände locken. Doch das nasskalte Wetter trieb die Besucher ins Festzelt.

HEEK

von Bettina Laerbusch

, 20.11.2017, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Büchermarkt war zwar so groß wie noch nie, hatte aber auch unter dem Wetter zu leiden.

Der Büchermarkt war zwar so groß wie noch nie, hatte aber auch unter dem Wetter zu leiden. © Bettina Laerbusch

Die Händler waren traurig. So mieses Wetter habe es noch nie bei einem Clemensmarkt gegeben. Nur vereinzelt, manchmal bildeten sich auch kleine Grüppchen, liefen die möglichen Kunden am Montagmorgen an den Ständen vorbei. Und alle waren gut beschirmt. Die bunten Regenschützer brachten wenigstens etwas Farbe auf den Platz.

Derweil tobte im Festzelt der Bär, das am Vormittag ausschließlich und generationsübergreifend die Herren der Schöpfung bevölkerten. „Ich liebe das Leben“, sang Vicky Leandros – und die Männer sangen fröhlich, laut und schunkelnd mit.

Starkes Geschlecht

Draußen vor dem Zelt standen derweil – nur unter einem Dach – die Frauen und bewiesen damit (wieder einmal), dass sie das stärkere Geschlecht sind. Gemütlich tranken sie Glühwein und Eierpunsch. „Schlechtes Wetter gibt es nicht, es gibt nur schlechte Kleidung, wir wärmen uns von innen“, waren sie sich einig. In all der Zeit, in der der Clemensmarkt jetzt existiere, habe es nur einmal so ein Wetter gegeben, sagte zum Beispiel Sabine Büning. Mechthild Kabst sehnte natürlich auch die Sonne herbei: „Dann wäre hier echt was los.“

Aber die beiden Frauen des Cäcilienchors Nienborg und ihre Mitstreiterinnen ließen sich die Laune auch nicht verderben. Sie hätten mehr Zeltfläche organisiert, „damit unsere Reibeplätzchen nicht nass werden“. Gleich nebenan war ein Büchermarkt aufgebaut – „so groß war der noch nie“, waren sich die Chormitglieder einig.

Kuschelige Atmosphäre

Doch wer die Nase voll hatte vom Nass, jedoch nicht ins Vicky-Leandros-Zelt und schon gar nicht nach Hause wollte, der konnte ins Haus Hugenroth gehen. Dort empfing die Gäste eine wunderbare kuschelige Atmosphäre. Es gab westfälisches Frühstück, organisiert vom Heimatverein. Dessen Vorsitzender Theo Franzbach plauderte launig überall – zum Beispiel mit Josef Overkamp oder Mechthild Klöpper, die zurzeit Bilder im Heimathaus ausstellt.

Bleibt zu hoffen, dass der Clemensmarkt 2017 wettertechnisch eine absolute Ausnahme war. Zu wünschen ist das den Nienborgern, ihren Gästen und den Händlern.

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