Corona-Krise „gefährdet“ schnellen Abschluss der Kanal-Baustelle im Katthagen

mlzBaumaßnahme

Die Reparaturarbeiten der auf einem Teilstück kollabierten Kanalisation im Katthagen schreiten zügig voran. In Zeiten der Corona-Krise ist ein Abschluss dennoch nicht planbar.

Heek

, 16.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich lief alles nach Plan im Katthagen. Dort, wo Ende Februar die Kanalisation auf einem Teilstück komplett kollabiert war und in Windeseile eine Lösung her musste. Zunächst eine Übergangslösung, dann eine endgültige. Die Arbeiten schritten in den vergangenen Wochen zügig voran. Doch ein Abschluss ist derzeit nicht abzusehen. Schuld ist die Corona-Krise.

Dabei sind die eigentlichen Reparaturarbeiten längst abgeschlossen. Schacht- und Kanalarbeiten verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle. „Es ist wieder Fluss auf der Leitung“, sagt Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte, zumindest für die Anwohner, ein Ende der Arbeiten ist derzeit nicht absehnbar.

Fristen gibt es für die Katthagen-Arbeiten keine

Zwar arbeiten die Mitarbeiter der Firma Büter aus Ochtrup noch unermüdlich, doch auch hier könnte die Corona-Krise bald einen Strich durch die Rechnung machen. So weisen auch Bauunternehmen nach und nach Mitarbeitern an, zu Hause zu bleiben. Und weniger Personal bedeutet auch weniger Tempo im Baufortschritt.

„Es geht hier also nicht darum, dass die Arbeiten zu kompliziert sind, sondern es ist eine Frage der Fairness gegenüber den Unternehmen“, stellt Thorsten Meyer klar. Fristen einzufordern, sei aktuell unangemessen.

Die Schacht- und Kanalarbeiten sind abgeschlossen. Das Material wurde verbaut.

Die Schacht- und Kanalarbeiten sind abgeschlossen. Das Material wurde verbaut. © Till Goerke

In Zeiten der Corona-Krise zählen eben andere Dinge als ein maximal beschleunigter Abschluss der Arbeiten. Wobei diese im Katthagen bisher gut vorangegangen sind. Die Verbaubox wurde bereits entfernt. Etliche Baggerschaufeln Sand sind ebenfalls schon in das Loch befördert worden.

Arbeiten sind eine Rolle rückwärts

„Es ist jetzt praktisch eine Rolle rückwärts“, erklärt Thorsten Meyer. Gemeint ist, dass alle Versorgungsleitungen wieder so verlegt werden müssen, wie sie im Ursprung auch mal lagen. Denn Trinkwasserleitungen und Glasfaserkabeln mussten für die Verbaubox weichen. Sie wurden umgelegt. Ebenso die Hauptgasleitung.

Große Mengen Sand liegen derzeit noch auf dem Marktplatz. Stück für Stück wird das Loch im Katthagen damit verfüllt.

Große Mengen Sand liegen derzeit noch auf dem Marktplatz. Stück für Stück wird das Loch im Katthagen damit verfüllt. © Till Goerke

Gut einen Meter wurde diese zur Seite verlegt. Und soll auch so liegen bleiben, wie Thorsten Meyer sagt. „Das funktioniert so gut.“ Und der Fachmann von der Gemeindeverwaltung hebt hervor: „Alle, die an den Arbeiten beteiligt waren und sind, haben Hand in Hand gearbeitet. Nur so war das in der Kürze der Zeit überhaupt zu stemmen.“

Die Kostenkalkulation ist aktuell zweitrangig

Den Abschluss der Arbeiten werden die Pflasterarbeiten bilden. Die entsprechenden Steine liegen bereits im Katthagen und auf dem Marktplatz. Und wie sieht es mit den Kosten aus, die über die Kanalnutzungsgebühren beglichen werden? Eine vorsichtige Kalkulation seitens der Gemeinde ging vor gut zwei Wochen von einer fünfstelligen Summe aus.

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„Dazu kann ich derzeit keine Angaben machen. Das wird sich zeigen, wenn hier alles mal fertig ist“, so Thorsten Meyer. Ohnehin sei das jetzt nicht der elementare Aspekt. In Zeiten von Corona ticken die Uhren eben anders.

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