Corona-Krise trifft den SV Heek im Jubiläumsjahr dreifach hart

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Es sollte für den SV Heek ein besonderes Jahr werden. Die 100-jährige Geburtstagsfeier war detailliert durchgeplant. Doch die Corona-Krise macht eine Strich durch die Rechnung. Vorerst.

Heek

, 31.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch vor wenigen Wochen waren alle, die es mit dem SV Heek (SVH) halten, bester Laune. Alles war angerichtet für die spektakuläre 100-Jahr-Geburtstagsfeier des Klubs. Hunderte Gäste, eine blau-weiße Nacht und eine Fußballmannschaft, die sich als i-Tüpfelchen unbeirrt Richtung Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg kickte. Die Aussichten waren blendend. Doch dann ließ die Corona-Pandemie alle Träume platzen. Vorerst.

„Wir werden die Feier in jedem Fall nachholen und es krachen lassen – und wenn das erst 2021 der Fall ist.“ Die Worte des SVH-Vorsitzenden Andreas Oellerich sind unmissverständlich. Vor der Corona-Krise kapitulieren? Nicht beim SVH. „Wir haben schon so viel Arbeit in die Planung für diese besondere Feier gesteckt, da ist Aufgeben keine Option.“

Zwei große Partys waren geplant

Zum Hintergrund: 1920 wurde der SVH gegründet. Darum sollte eigentlich am 19. April eine große Sause in der Turnhalle der Kreuzschule steigen - mit bis zu 1000 Gästen und passend zum Anlass 1920 Litern Freibier. Zusammen mit dem Heeker Musikverein sollte zudem vor dort ein Marsch ins Dinkelstadion erfolgen, um dem Fußballspiel der ersten Mannschaften einen würdigen Rahmen zu geben. Und am 6. Juni war ein blau-weiße Nacht auf dem Sportplatz geplant.

Doch das Corona-Virus legte alles aufs Eis. Schon vor drei Wochen entschied der geschäftsführende Vorstand des Klubs, die Feier am 19. April abzusagen. „Die Gesundheit aller geht vor. An der Entscheidung führte kein Weg vorbei“, so Andreas Oellerich. Bitter sei die Sache aus Klub-Sicht natürlich dennoch. „Wie es um die blaue-weiße Nacht am 6. Juni steht, kann ich noch nicht beantworten. Das steht noch in den Sternen.“

Wirtschaftlich ist der Klub in sicheren Fahrwassern

Das gilt natürlich auch für die Fußballsaison. „Ich bin mir sicher, dass es am Ende eine Lösung geben wird, die Saison noch zu Ende bringen zu können“, ist der SVH-Vorsitzende optimistisch. Im Moment ruht der Spielbetrieb jedenfalls. Ebenso alle anderen Aktivitäten im Verein. So wie in jedem Verein derzeit. Die Corona-Krise bringt alles zum Erliegen.

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Auch wirtschaftlich ist die Sache ärgerlich für den SVH, da dem Verein derzeit Spieltagseinnahmen durch die Lappen gehen. Aber: „Wir sind in soliden Fahrwassern. Da muss sich keiner Sorgen machen“, stellt Andreas Oellerich klar. Ohnehin, so der Vorsitzende, sei es nicht der richtige Zeitpunkt, um über Finanzen zu reden. „Es geht hier um unser Jubiläum und den sportliche Erfolg der ersten Mannschaft.“

Die Chronik ist fast fertiggestellt

Und wie eng diese beiden Punkt miteinander verknüpft sind, zeigt sich an der Chronik, die federführend von Alfons Schneider seit gut einem Jahr gestaltet wird. 300 Seiten dick wird das Werk einmal sein. „Es ist fast fertig, es fehlt nur noch der letzte Akt“, berichtet Andreas Oellerich. Im Idealfall der Bezirksliga-Aufstieg der ersten Mannschaft. „Die Chronik wird dieses Jahr erscheinen. Das ist sicher. Aber wir warten den Ausgang der Saison ab.“

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Dabei ist Abwarten ein gutes Stichwort. Denn viel mehr können sie beim SV Heek derzeit nicht tun. Die Planungen für die Feierlichkeiten waren nahezu perfekt durchgeplant. „An dieser Planung halten wir auch fest“, so Andreas Oellerich. Dass sich der Zeitpunkt und gegebenenfalls die Örtlichkeit der Feier – die Turnhalle der Kreuzschule soll saniert werden – ändern, tue der Vorfreude weiterhin keinen Abbruch.

„Wir nehmen die Situation jetzt so an, wie sie ist und werden sie meistern“, so der SVH-Vorsitzende. Positiv für den Klub: Fixkosten für die zunächst abgeblasenen Feierlichkeiten fallen keine an. Und das Feedback der Mitglieder und Fans sei positiv. „Der Tenor ist, dass wir richtig entschieden haben, aber schaden finden es natürlich alle“, so Andreas Oellerich.

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