Corona-Massentest: Kreuzschule Heek hat Glück im Unglück

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An der Kreuzschule Heek gab es jüngst einen Corona-Massentest. Auslöser war die nachgewiesene Corona-Infektion eines Schülers aus der zehnten Klasse. Jetzt liegen die Testergebnisse vor.

Heek

, 12.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat die Kreuzschule Heek erreicht. Darum war die Schule vergangene Woche Donnerstag und Freitag geschlossen. Stattdessen stand ein Corona-Massentest auf dem Programm. Insgesamt 49 Personen wurden auf Veranlassung des Kreisgesundheitsamtes durch das DRK getestet. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und sorgen für kollektive Erleichterung.

Auslöser des Massentestes war ein Schüler der zehnten Klasse, bei dem das Virus vergangene Woche nachgewiesen worden war. Der Schüler hatte sich bei seiner Mutter angesteckt. Das bestätigt Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes auf Anfrage der Redaktion. Und weil der Schüler nach der Infektion, mutmaßlich ohne davon zu wissen, noch einen Tag in die Schule gegangen war, ordnete das Kreisgesundheitsamt den Test aller Kontaktpersonen an.

Massentest erfolgte auf Anordnung des Kreisgesundheitsamtes

„Eine reine Sicherheitsmaßnahme“, wie Karlheinz Gördes sagt. Testergebnis: 48 Personen waren negativ, eine Person positiv. Beide positiven Fälle sollen, so der Kreispressesprecher, nicht im Zusammenhang stehen. Insofern hatte die Kreuzschule Glück im Unglück.

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Denn nur aufgrund des positiven Befundes des Schülers aus der zehnten Klasse wurde der Massentest überhaupt durchgeführt. Und so konnte einer Verbreitung des Virus durch die zweite Person direkt entgegengewirkt werden. Beide infizierten Personen befinden sich selbstverständlich in häuslicher Quarantäne.

Corona-Massentest fand auf dem Schulhof statt

Ort des Test-Geschehens war am Donnerstag (7. Mai) der Schulhof. So konnte der Sicherheitsabstand trotz einer größeren Anzahl von Personen ohne Probleme eingehalten werden. Alle Schüler und Lehrer seinen im Vorfeld über den Test schriftlich informiert worden. Das berichtet Schulleiterin Martina John im Gespräch mit der Redaktion.

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„Der Ablauf war sehr strukturiert. Es herrschte und herrscht hier keine Panik. Die Schüler haben sich sehr diszipliniert verhalten“, so die Schulleiterin. Und sie betont mit Nachdruck, dass jeder Einzelne alles tun würde, um die Corona-Schutzverordnung gewissenhaft umzusetzen.

Schule muss nicht geschlossen werden

„Bei uns gilt weiter die Maskenpflicht, der Mindestabstand und die Kontrolle an den Eingängen.“ Jeder, der das Schulgebäude betritt, muss sich die Hände an den aufgestellten Spendern desinfizieren. „Logistisch ist das für uns eine Herausforderung in schwierigen Zeiten“, macht Martina John deutlich.

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Mit Blick auf die Corona-Statistik der Gemeinde Heek ist wichtig, dass die am Donnerstag positiv getestete Person nicht im Kreis Borken wohnt. Somit wird diese Infektion auch nicht in der Statistik der Dinkelgemeinde aufgeführt. Aktuell (11. Mai) sind in Heek fünf Personen mit dem Virus infiziert.

„Wir sind einfach nur unglaublich erleichtert, dass die Tests für uns als Schule so gut ausgefallen sind“, sagt Martina John. Nachvollziehbar, schließlich stand zu befürchten, dass bei einer Reihe positiver Proben womöglich die Schule hätte geschlossen werden müssen. Das hat sich nicht bewahrheitet. Und so konnte der Unterricht am Montag wieder aufgenommen werden.

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