Die Hoffnung leuchtete auf dem Kirchplatz

"Eine Million Sterne"

"Lasst Hoffnung leuchten" - zahllose Kerzen verwandelten am Samstag den Kirchplatz in Heek in ein stimmungsvolles Lichtermeer. Die Solidaritätsaktion "Eine Million Sterne" führt der Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden zum sechsten Mal durch, dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Heilig Kreuz.

HEEK

von Von Martin Mensing

, 11.11.2012, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit den Schirmherren Landrat Dr. Kai Zwicker und Bürgermeister Ulrich Helmich zündete Diakon Harald Schneider am Ende des Gottesdienste eine Fackel an der Osterkerze an. Dieses Licht der Nächstenliebe trugen sie gemeinsam nach draußen und ließen es mit dem Anzünden der ersten Kerze wirksam werden. „Mit diesem Lichtermeer wollen wir ein Zeichen der Hoffnung entzünden. Wir wollen solidarisch sein mit denen, die am Rande stehen: Mit Armen und Ausgegrenzten“, stellte Bernhard Herdering, Vorstand des Caritasverbands, die bundesweite Aktion heraus, die an das Caritas-Jahresthema „Armut macht krank“ anknüpft. Der Erlös ist in diesem Jahr für mehr als 3000 Kinder und Jugendliche bestimmt, die in der Diözese Nakuru/Kenia auf der Straße leben. Auf Müllhalden sammeln sie Nahrungsmittel und Wiederverwertbares, um es zu verkaufen. Sie tragen ein hohes Krankheitsrisiko, haben eine geringere Lebenserwartung als andere, nur wenige von ihnen haben einen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Dort setzt die Hilfe der Caritas an. Sie ermöglicht den Straßenkindern Schulbesuche, Betreuung in Tagesstätten, ärztliche Unterstützung und Zugang zur Bildung. Für sie ist dies ein erster Schritt, um die Armutsspirale zu durchbrechen und armutsbedingten Krankheiten vorzubeugen. Landrat Dr. Zwicker forderte die Gläubigen auf, die Kerzen als Zeichen der Hoffnung anzuzünden, gemeinsam etwas verändern zu können, und als Zeichen, dass die Menschen am Rande der Gesellschaft nicht vergessen werden.

Die Firmlinge, Mitarbeiter der Caritas und Mitglieder des Pfarrgemeinderats boten selbst gebackene Plätzchen, fair gehandelte Schokolade, indischen Tee und Würstchen an, die reißenden Absatz fanden. Vor dem Gottesdienst berichtete Erhard Bürse-Hanning den Firmlingen und Katecheten in einem nachdenklich machenden Vortrag von den Lebensbedingungen der Straßenkinder in Nakuru und der wachsenden Bedeutung des fairen Handels für die Menschen in den Entwicklungsländern.

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