Drainage, Kunstrasen und Mitgliedsbeiträge werden diskutiert

Sportausschuss Heek

Der Sportausschuss Heek trifft sich am Mittwochabend. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein gemeinsamer Kunstrasen für die drei Fußballvereine. Doch die Angelegenheit ist kompliziert.

Heek

, 13.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Drainage, Kunstrasen und Mitgliedsbeiträge werden diskutiert

Die Umkleidekabinen des SV Heek waren günstiger als geplant. Der Verein hatte selbst kräftig mit angepackt. © Alex Piccin

Der Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus tagt am Mittwoch, 13. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung. Dabei geht es unter anderem erneut um das zweite Spielfeld des Eichenstadions in Nienborg, wo die Drai­na­ge nicht wie geplant funktioniert. Bereits in der vergangenen Ratssitzung am 23. Januar hatte das Thema auf der Tagesordnung gestanden, wurde aber vertagt, weil ein Gespräch mit der bauausführenden Firma verschoben wurde. Inzwischen hat das Treffen stattgefunden. Dabei habe die Firma laut Sitzungsvorlage zwei Lösungsvorschläge gemacht. „Diese Vorschläge erscheinen nach erster Bewertung durchaus erfolgversprechend zu sein“, heißt es in der Vorlage.

Günstiger als geplant wurde der Umbau des Kabinentrakts des SV Heek. 250.000 Euro waren im Haushalt 2018 eingestellt. Bis auf kleinere Arbeiten wie die Schließanlage ist der Umbau schon endabgerechnet. Die Gesamtkosten liegen bei derzeit rund 224.000 Euro. Insgesamt sei mit höchstens 225.000 Euro zu rechnen, so die Sitzungsvorlage. 30 Prozent davon, 67.500 Euro, trägt der Verein. Darin enthalten sind auch die Eigenleistungen des SV Heek in Höhe von 26.000 Euro bei den Elektro- und Abbrucharbeiten. Darüber hinaus gewährte die Gemeinde dem Verein einen Kredit von 24.000 Euro.

Mitgliedsbeiträge gestiegen

Seitens des Gemeindesportverbands liegt ein neuer Antrag vor, der drei Aspekte beinhaltet: Die Etablierung einer zentralen Koordinierungsstelle Sport, ein gemeinsamer Kunstrasenplatz für die drei Fußballvereine und die bessere finanzielle Ausstattung der Vereine.

Zum Kunstrasenplatz hat die Verwaltung Fördermöglichkeiten geprüft. Wegen vieler guter Anträge und einer vielfachen Überzeichnung sei eine Förderung über das Programm „Soziale Integration im Quartier“ praktisch aussichtslos, heißt es in der Vorlage. Deshalb bevorzuge die Verwaltung die Umnutzung der Turnhalle der Kreuzschule in ein Mehrzweckhalle über dieses Förderprogramm.

Kein direkter Zugang zum Programm „Moderne Sportstätten 2022“

Auch das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ komme für eine Förderung des Kunstrasens infrage. Dafür jedoch können Kommunen keinen direkten Zugang erhalten. Stattdessen ist eine Förderung für Sportanlagen im Kommunaleigentum nur für den Fall von „langfristen Pacht- und Mietverträgen“ möglich. Diese Voraussetzungen sollen nun von den Vereinen mit dem Gemeindesportverband geschaffen werden.

Was die verbesserte finanzielle Ausstattung angeht, hatte der Rat gefordert, dass diese nicht nur zulasten der Gemeinde gehen dürfe und die Anhebung von Mitgliedsbeiträgen vorgeschlagen. Ein Großteil der Vereine hat diese inzwischen nach oben angepasst. So haben der SC Ahle, der SV Heek und RW Nienborg die Beiträge in fast allen Kategorien um 12 Euro angehoben.

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