Ein Bild der Vergangenheit: So sah die Strönfeldstraße noch vor wenigen Wochen aus. © Markus Gehring
Sanierung

Drei Wirtschaftswege in Schuss gebracht: Radtourismus profitiert

160 bis 170 Kilometer umfasst das Wirtschaftswegenetz in der Dinkelgemeinde. Nicht alle sind in einem guten Zustand. Drei wurden jetzt ausgebessert. Davon wird auch der Radtourismus profitieren.

Dass über Wirtschaftswege längst nicht mehr nur noch Trecker und Erntemaschinen rollen, steht außer Frage. Die Nutzung der Wege ist multifunktional geworden. Fahrradtourismus und Naherholung profitieren ebenfalls von Wirtschaftswegen im guten Zustand. Und von diesen gibt es jetzt drei mehr in den Dinkelgemeinde.

Das ging zügig. Erst Mitte Mai war die Ausbesserung Strönfeldstraße zwischen Briorn und Armengrund angelaufen. Jetzt, Mitte Juli ist alles erledigt. Die Baumaschinen abgerückt. Nicht nur an der Strönfeldstraße, sondern auch in der Wexter Haar (zwischen L574 und Gerd-Wissing-Weg) und Im Donsel.

Und um irgendwelche Wege oder Teilabschnitte handelt es sich dabei nicht. Das macht Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff im Gespräch mit der Redaktion deutlich. „Die Wege sind nicht uninteressant. Alle drei gehen raus zu Nachbarkommunen.“

Radtourismus wird profitieren

Davon soll auch der Radtourismus profitieren. Denn wer will schon über eine Holperpiste fahren. Gerade der Weg nach Epe (Im Donsel) war unbefestigt und wenig einladend für Radfahrer. „Dabei ist dieser Weg hochfrequentiert“, macht Weilinghoff deutlich. Es ist schließlich die direkte Verbindung zwischen Ahle und Epe.

Zunächst kalkulierte die Verwaltung die drei Maßnahmen mit 250.000 Euro. Doch während der Planung wurde klar, dass beim Wirtschaftsweg Wexter Haar „weitreichende Maßnahmen“ erforderlich sind. Und schon stieg die Kostenkalkulation auf etwa 370.000 Euro.

Nettoaufwand von 250.000 Euro

Pluspunkt: Die Wirtschaftswege Strönfeld und Wexter Haar liegen im Bereich der Flurbereinigungsverfahren Heek beziehungsweise Füchte. Somit können 40 Prozent der anfallenden Kosten mit den noch vorhandenen Sondermitteln (125.000 Euro) aus dem Flurbereinigungsverfahren gedeckt werden.

Dieses Geld ist als Einnahmeposition im Haushalt 2021 veranschlagt. Somit beträgt der Nettoaufwand letztlich 250.000 Euro – so wie ursprünglich kalkuliert. Und im Soll geblieben sind die Arbeiten auch, wie der Bürgermeister sagt. „Es hat alles gut geklappt. Es gab zum Glück keinerlei Komplikationen.“

Mit Blick auf den durch die Pandemie überhitzten Markt und die Baustoffknappheit keine Selbstverständlichkeit. Das hat die Gemeinde mit Blick auf ungeplante Kostensteigerungen schon an anderer Stelle – etwa dem geplanten Ausbau der Kreuzschulen-Turnhalle zu einem Kultur- und Sportzentrum – zu spüren bekommen.

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