Die Linden im Düstermühlenweg fallen nicht der Kettensäge zum Opfer. © Markus Gehring
Meinung

Düstermühlenweg: Baum-Massaker abgeblockt – ein starkes Zeichen!

Wäre es nach den Anwohner gegangen, wäre die Linden-Allee im Düstermühlenweg dem Erdboden gleich gemacht worden. Doch es kommt kostspielig anders. Ein starkes Zeichen, findet unser Autor.

Gerne hätten es die Anwohner im Heeker Düstermühlenweg gesehen, wenn mit der Kettensäge die Linden-Allee vor ihren Haustüren gefällt worden wäre. Doch so weit kommt es nicht. Klima- und Artenschutz genießen in Heek mehr Priorität. Gut so!

Zugegeben, mir macht das Laubhaken im Herbst auch keinen Spaß. Und ja, auch ich stolpere nicht gerne über einen unebenen Bürgersteig. Noch weniger will ich Lackschäden an meinem Auto haben. Doch niemals würde ich zur Verhinderung ein Baum-Massaker einfordern. Hallo? Da stimmt die Relation doch einfach nicht!

Arten- und Klimaschutz sind Themen, die einfach nicht genug Aufmerksamkeit erfahren können. Durch jeden Einzelnen von uns. Das Fällen von gesunden Bäumen einzufordern, ist da definitiv der falsche Weg. Zumal gerade der Lindennektar bei vielen Insektenarten hoch im Kurs steht.

Starkes Zeichen für Arten- und Klimaschutz

Und ist es nicht so, dass wir Menschen den Insekten nicht schon genug Lebensraum und Nahrungsgrundlagen durch unser rücksichtsloses Verhalten geraubt haben? Dort, wo wir es noch können, sollten wir alles für die Artenvielfalt tun.

Darum ist der Weg, den Verwaltung und Lokalpolitik eingeschlagen haben, ein starkes Zeichen. Dass die kostspielige Ausbesserung der Wurzel-Schäden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, ist dabei zu vernachlässigen. Zu stark ist das Zeichen pro Arten- und Klimaschutz.

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