Einbrecher steigen in Kreuzzentrum ein

Am Kirchplatz

Als Diakon Harald Schneider am Mittwochmorgen die Polizei alarmierte, weil am Pfarrzentrum die Türen aufgebrochen waren, mussten die Beamten zum zweiten Mal anrücken: In der Nacht hatten sich Einbrecher schon zum Seniorenzentrum gewaltsam Zutritt verschafft und Geld erbeutet.

HEEK

, 13.04.2016, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Stemmeisen haben sich die Unbekannten offenbar über die Doppeltür zum Saal Zutritt in das Pfarrzentrum am Kirchplatz verschafft, nachdem sie zunächst vergeblich versucht hatten, ein Kellerfenster zu öffnen. "Die Tür ist richtig massiv beschädigt", erklärt Diakon Harald Schneider, der den Einbruch bemerkte, als er morgens in sein Büro kam: Die Tür zu einer benachbarten Abstellkammer war aufgebrochen worden.

Schneider lief durchs Haus und stellte fest, dass mehrere Türen gewaltsam aufgebrochen worden waren - "mit absoluter Gewalt", wie Schneider sagt - bis hin zur Saaltür, die ins Freie führt. Die Haustür selbst blieb unbeschädigt.

Geld gesucht

"Soweit wir das bisher abschätzen können, haben die gezielt nach Geld gesucht", erklärt Schneider. Fündig wurden die Einbrecher aber nur in geringem Umfang. Es sei kaum Bargeld im Haus gewesen, überlegt Schneider. Wie hoch die erbeutete Summe ist, könne er nicht sagen.

Auffällig: andere Wertgegenstände wie Laptops interessierten die Täter offenbar nicht. Gottlob, wie Schneider sagt, denn der Verlust von Daten wäre "fatal" gewesen, wie er findet.

Schaden noch nicht absehbar

Wie hoch der Schaden letztlich ist, sei noch nicht abzusehen, erklärte der Diakon gestern im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Da aber in dem erst wenige Jahre alten Bau mehrere schwere Sicherheitstüren stark beschädigt wurden, dürften es "etliche Tausend Euro" werden. Bereits gestern Mittag waren Fachleute dabei, den Schaden zu begutachten, um das Haus zum Abend hin wieder sicher verschließen zu können.

Im gegenüberliegenden Seniorenheim St. Ludgerus waren Kriminalpolizei und Spurensicherung schon in der Nacht angerückt, nachdem die diensthabende Nachtwache gegen 2.30 Uhr beim Rundgang bemerkte, dass die Türen der Verwaltungsräume offenstanden.

Bewohner nicht betroffen

Beim vorherigen Rundgang um 1 Uhr seien diese noch geschlossen gewesen, erklärte Einrichtungsleiterin Roswitha Pache auf Anfrage. Auch hier war eine kleinere, bislang unbekannte Menge an Bargeld gestohlen worden, außerdem Paches Diensthandy.

"Die Laptops sind da, die Kameras, Navis", wundert sich auch Pache. Bei ihr überwiegt indes die Sorge um ihre Schützlinge. "Die Bewohner waren nicht betroffen", versichert sie. Im Gegenteil: Die hätten wohl bis jetzt von allem noch nichts mitbekommen.

Keine Profis

Hausmeister Helmut Dirks, der beide Gebäude betreut, ist sicher: "Das waren keine Profis." Ihn wundert vor allem, dass im Pfarrzentrum die Tür zum Heizungskeller aufgebrochen wurde. Kurios: Ein Wandbord mit Schlüsseln zu sämtlichen Schränken und Türen blieb unberührt.

Diakon Schneider will jetzt mit dem Kirchenvorstand über mögliche Verbesserungen bei den Sicherungsmaßnahmen beraten. "Die Einbrüche in Heek haben gefühlt zugenommen", meint er. "Man könnte über eine Alarmanlage nachdenken", überlegt der Diakon. Auch Bewegungsmelder hält er für denkbar. "Ich sehe es auf jeden Fall als notwendig an, dass man da mal guckt." Hinweise an die Kripo in Ahaus unter Tel. (02561) 9260.

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