Der Löschzug Heek war am Samstag (26. Juni) in Ahle im Einsatz. © Polizei
Feuerwehreinsatz

Erhebliche Brandgefahr: Feuer in Ahle wohl vorsätzlich gelegt

Nur durch schnelles Eingreifen der Heeker Feuerwehr und externer Helfer konnte am Samstag (26. Juni) ein großflächiger Waldbrand in Ahle verhindert werden. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Nur durch aufmerksame Zeugen, das schnelle Eingreifen der Heeker Feuerwehr (Löschzug Heek) und die gute Zusammenarbeit mit zwei örtlichen Landwirten sowie einem Baggerbetrieb konnte am Samstag (26. Juni) in der Bauerschaft Ahle ein großflächiger Brand verhindert werden. Auch die Polizei war vor Ort und geht nicht von einem Zufall aus.

Äste, Wurzeln und andere Reste von Waldarbeiten haben bisher ein oder mehrere Unbekannte in Ahle an fünf Stellen zusammengetragen und am Samstagmorgen mutmaßlich vorsätzlich in Brand gesteckt. Durch die trockenen Waldböden nahmen der oder die Täter eine laut Polizei „erhebliche Brandgefahr“ billigend in Kauf.

33 Einsatzkräfte rücken aus

Fahrradfahrer entdeckten die Feuer und alarmierten sofort die Feuerwehr. Um kurz nach 11 Uhr rückte der Löschzug Heek mit 33 Einsatzkräften aus. Da sich das Feuer bereits unterirdisch ausgebreitet hatte, kam neben den Löscharbeiten auch ein Bagger zum Einsatz. „Ein örtlicher Unternehmer hat uns direkt geholfen“, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Peter Kösters auf Nachfrage.

Mit Hilfe des Baggers wurden die Brandorte jeweils untergraben, um eine weitere Ausbreitung durch das Erdreich zu verhindern. Nach dem Löschen der Flammen sind auch zwei Landwirte mit ihren Traktoren und wassergefüllten Güllefässern angerückt, um den Boden zu wässern. „Es war wirklich eine klasse Zusammenarbeit“, lobt Peter Kösters.

Polizei war vor Ort

Für die Feuerwehr war der Einsatz nach etwa drei Stunden beendet. Für die Kriminalpolizei hat die Arbeit jetzt erst begonnen. Nur: Warum war diese überhaupt direkt vor Ort? „Das ist üblich in solchen Fällen. Wir müssen ja prüfen, ob eine Straftat vorliegt“, erklärt Kreispolizei-Pressesprecher Dietmar Brüning auf Nachfrage.

Und nach derzeitigem Stand geht die Polizei auch eben nicht von einem Zufall aus. Vielmehr deute einiges daraufhin, dass die Haufen bewusst in Brand gesteckt worden sind – es sich also um Brandstiftung handelt. Doch worauf basiert diese Vermutung? Wurden Brandbeschleuniger gefunden?

Polizei sucht jetzt Zeugen

Dazu macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Dietmar Brüning drückt es so aus: „Wir haben da eine Vermutung. Und Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig spricht eher nicht für einen Zufall.“

Darum sucht die Polizei jetzt Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können. Hinweise nimmt die Kriminalinspektion I telefonisch unter (02861) 9000 entgegen.

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