Ex-Hülsta-Fläche: Für Erschließung 600.000 Euro außerplanmäßig nötig

mlzGewerbeflächen

Die Erschließung der Ex-Hülsta-Fläche schreitet zügig voran. So zügig, dass jetzt 600.000 Euro außerplanmäßig bereitgestellt werden müssen. Doch es ist nur eine vermeintliche Kostenexplosion.

Heek

, 20.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf der riesigen Ex-Hülsta-Fläche angrenzend zur B70 sollen 20 kleinere Gewerbeflächen entstehen. Die Erschließungsarbeiten laufen seit Monaten auf Hochtouren. Kostenpunkt: Rund zwei Millionen Euro. Und jetzt müssen im Haushalt 2020 überplanmäßig 600.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Was zunächst wie eine Hiobsbotschaft klingt, ist bei genauerem Hinsehen weitaus weniger gravierend. Dennoch war die Angelegenheit jüngst Thema im Rat. 600.000 Euro müssen, so schilderte es die Verwaltung, außerplanmäßig für die Erschließung im Haushalt 2020 eingestellt werden. Der Rat nickte die Geschichte einstimmig ab. Und das nicht ohne Grund.

600.000 Euro keine reinen Mehrkosten

Denn bei den 600.000 Euro handelt es sich nicht um reine Mehrkosten. Zur Erklärung: Im Haushaltsplan 2019 wurden eine Millionen Euro für die Erschließung inklusive des Abbruchs der alten Hallen eingestellt. Von diesem Betrag wurden jedoch knapp 300.000 Euro nicht ausgegeben, da die Abrissarbeiten 2019 nicht abgeschlossen werden konnten.

Jetzt lesen

Und diese Haushaltmittel wurden nicht als „Haushaltsausgaberest“ verbucht, wie Kämmerer Heinz-Gerd Lenfers während der Sitzung erläuterte. Das allerdings bewusst, da kein Schattenhaushalt gebildet werden soll. Jedes Jahr werde der Haushalt neu veranschlagt. Problem: Die knapp 300.000 Euro aus 2019 seien dann versehentlich nicht im Haushalt 2020 berücksichtigt worden.

Haushaltssumme aus 2020 bereits aufgebraucht

Eigentlich kein Problem, da die Erschließungsmaßnahmen samt der Mittel ohnehin bis 2021 veranschlagt sind. Doch der Baufortschritt in diesem Jahr macht es nun notwendig, dass bis Ende Dezember fällige Rechnungen gezahlt werden müssen. Eingestellt waren im Haushalt 2020 eine Millionen Euro. Die Summe ist jedoch bereits aufgebraucht.

Jetzt lesen

Darin enthalten sind auch die 450.000 Euro für den Abbruch der Gewerbehallen, die bereits im Haushalt 2019 veranschlagt worden waren, seinerzeit aber nicht gebucht wurden. Hinzu kommen dann tatsächliche Mehrkosten von gut 150.000 Euro für die fachgerechte Entsorgung von Asbestfunden, die im Vorfeld nicht bekannt waren. Somit müssen jetzt zur Kostendeckung weiterer Arbeiten in diesem Jahr Mittel aus 2021 vorgezogen, also außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

„Es ist zu Verschiebungen gekommen. Wichtig ist, dass uns die Kosten nicht weggelaufen sind“, stellte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der Ratssitzung klar. „Der Baufortschritt ist weiter als geplant, das ist doch eine erfreuliche Nachricht.“

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt