Der „Campi" auf der Ex-Hülsta-Fläche nimmt Formen an. © Till Goerke
Zukunftsprojekt

Ex-Hülsta-Fläche: Grünes Licht für „Campi“ – Fragezeichen bleiben

Nach viel Theater im Vorfeld hat der „Campi“ auf der Ex-Hülsta-Fläche politisch grünes Licht bekommen. Es geht vorwärts. Auch baulicher Art. Doch geklärt ist damit längst noch nicht alles.

Der „Campi“, also die kleine Version des Machercampus, auf der Ex-Hülsta-Fläche wird Realität. Stück für Stück wächst der Neubau angrenzend zur alten Lagerhalle in die Höhe. Das grüne Licht aus der Lokalpolitik gab es bereits. Und jüngst sogar eine weitere Flächenvergabe.

Das Thema Campus hat für viel Wirbel gesorgt. Unternehmer Ludger Gausling ließ sich von drei Mitgliedern des Dinkelbündnisses unter dem Projektnamen „Trion“ mit Blick auf den Campus beraten – gegen Bezahlung. Die Begriffe Korruption und Befangenheit standen im Raum. Die Kommunalaufsicht war eingeschaltet.

Politik hat grünes Licht gegeben

Jetzt ist die Sache zu den Akten gelegt. Zumindest offiziell. Und nachdem sich die Lokalpolitik lange mit einer Zusage für den „Campi“ zurückhielt, gab es noch vor der politischen Sommerpause grünes Licht. Das ergibt jetzt eine Nachfrage bei Bürgermeister Franz-Josef-Weilinghoff.

Jüngst stimmte der Rat im nicht-öffentlichen Teil auch für die Vergabe einer weiteren Fläche über 700 Quadratmeter an den Unternehmer. Das bestätigt der Bürgermeister auf Anfrage.

Der „Campi“ dient jetzt erst mal als Start-up für Start-up-Unternehmen.
Der „Campi“ dient jetzt erst mal als Start-up für Start-up-Unternehmen. © Till Goerke © Till Goerke

Diese Fläche ist notwendig, damit der „Campi“ in seiner geplanten Form realisiert werden kann. Die Notwendigkeit dafür machten die Campus-Macher bereits im April 2021 im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) deutlich.

So weit der Stand der Dinge. Ein Fragezeichen bleibt hinter der futuristischen Campus-Variante. Für die große Version hätten die Campus-Macher gerne auch die angrenzende etwa 6000 Quadratmeter große Fläche unmittelbar an der B 70.

Schnelle Vergabe nicht geplant

Das kommunizierten sie bereits im HFA sehr deutlich. Dabei bauten sie zugleich Druck auf Politik und Verwaltung auf. So machte Hans Schöttler, der Ludger Gausling in die Sitzung begleitete, deutlich, dass der Unternehmer das Ganze ja nicht in Heek realisieren müsse. Es gebe andere Möglichkeiten.

Eine Aussage, die seinerzeit für kräftiges Kopfschütteln sorgte. Davon abgesehen: Verwaltung und Lokalpolitik bleiben ihrer Linie treu. Eine schnelle Vergabe der besagten Fläche ist nicht vorgesehen, wie Bürgermeister Weilinghoff klarstellt.

Diese Fläche (Antrag zwei) hätten die Campus-Macher gerne noch. Doch eine zeitnahe Vergabe dieser ist laut Bürgermeister nicht geplant. Es gibt mehrere Interessenten.
Diese gesamte Fläche (Antrag zwei) hätten die Campus-Macher gerne noch. Doch eine zeitnahe Vergabe ist laut Bürgermeister nicht geplant. Es gibt mehrere Interessenten. © Till Goerke © Till Goerke

Denn für diese „Top-Lage“ auf dem Areal gebe es eben auch andere Interessenten. Die Vermarktung der einzelnen Flächen ist im vollen Gange. „In den kommenden Monaten werden wir diese jedenfalls nicht vergeben“, so Franz-Josef Weilinghoff.

Erst einmal werde jetzt beobachtet, wie sich die Sache mit der kleinen Campus-Variante entwickle. Eine, auf die die Lokalpolitik ungeachtet des Trion-Störfeuers übrigens von Beginn an große Stücke hielt. Als „Start-up für Start-up-Unternehmen“ bezeichnet der Bürgermeister das Ganze.

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