Wesentlicher Baustein des Prozesses bis hin zum Vereinskonzept war ein zweitägiger Workshop, an dem 13 Mitglieder von RW Nienborg in Kaiserau teilnahmen. © RW Nienborg
Pilotprojekt

Fit für die Zukunft: RW Nienborg hat seine Leitlinien in 42 Seiten gefasst

Drei Jahre hat der Prozess gedauert, in dem RW Nienborg mit dem FLVW ein Vereinskonzept entwickelt hat. Nun liegen die Ergebnisse dieser Teamarbeit vor, druckfrisch auf satten 42 Seiten.

Beachtliche 42 Seiten stark ist es, das neue Vereinskonzept von RW Nienborg. Gemeinsam mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat der Verein dieses in einem rund dreijährigen Prozess entwickelt – am kommenden Dienstag, 19. Oktober, werden die Ergebnisse nun präsentiert.

„Das ist für unseren Dorfverein schon beachtlich“, berichtet der Vorsitzende Martin Mensing. Das „Pilotprojekt“ genieße schon im Vorfeld hohe Beachtung, wie ihm seitens des FLVW zugespielt worden sei. Sogar auf höchster Verbandsebene beim Deutschen Fußball-Bund.

Inhaltlich will Mensing noch nicht zu viel verraten. Über allem stehe sicher die Vereinsphilosophie, auch Visionen dürfe ein Verein durchaus haben. „Wo stehen wir jetzt und wo will der Verein in fünf, wo in zehn Jahren stehen“, erklärt Martin Mensing den Soll-Ist-Abgleich.

Weitere Themenfelder sind unter anderem die Struktur und Organisation, Finanzen, Mitgliederpflege, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation oder auch Marketing. Ganz wichtig sei der Komplex „Fairhalten“, darin gehe es um die Werte, für die RW Nienborg stehe.

Der Vorsitzende blickt zurück: „Die Idee entstand im Verein in der AG Sport der Gemeinde Heek 2017/2018. Dazu passend kam ein Projekt zur Fußballentwicklung im Verein als Teil des DFB-Masterplans.“ Die Bewerbung, eine Art Zukunftscheck, wurde im Sommer 2018 eingereicht und angenommen. Als nur einer von zwei Vereinen in Westfalen war RWN dabei.

Bis zum Ergebnis folgten vier Phasen: Zunächst hat es im Dezember 2018 ein erstes Vortreffen mit Kim Weidig, dem Projektbegleiter im FLVW, gegeben. „Dort haben wir unsere Ideen vorgestellt“, so Martin Mensing. Es folgte im März 2019 eine Einladung des Verbandes zu einem zweitägigen Workshop nach Kaiserau.

„Wir sind mit 13 Mitgliedern angereist – quer durch den Verein, vom Vorstand bis zum Breitensport. Wichtig war es uns, nicht nur ‚Funktioner‘ einzubinden.“ Die „Sicht von außen“ eingeschlossen. „Der Workshop hat uns weit nach vorne gebracht“, erinnert sich Mensing.

Inhalte müssen nun in der Praxis umgesetzt werden

In mehreren Kleingruppen wurden in der Arbeitsphase fortan Themengebiete bearbeitet und später zu einem Ganzen zusammengeführt. Das Werk wurde zum Verband geschickt – es folgten Wochen und Monate, in denen die Inhalte immer wieder überarbeitet und angepasst wurden. Nun habe es „Druckreife“ erreicht, nach Abschluss der Schlussphase.

Während des Workshops zeigte sich, dass dieses Pilotprojekt echte Teamarbeit ist. Wichtig war es dem Verein, in diesem Prozess die gesamte Bandbreite des Vereins abzubilden.
Während des Workshops zeigte sich, dass dieses Pilotprojekt echte Teamarbeit ist. Wichtig war es dem Verein, in diesem Prozess die gesamte Bandbreite des Vereins abzubilden. © RW Nienborg © RW Nienborg

Die Arbeit ende damit noch nicht, betont Mensing: „Nicht zuletzt durch Corona sind wir immer wieder von der Aktualität überholt worden. Irgendwann muss man aber einen Cut machen.“ Jetzt gelte es, das Konzept fortzuschreiben und vor allem „mit Leben zu füllen“. „Die Umsetzung in die Praxis wird das A und O“, so der Vorsitzende.

Vorsitzender: „Echte Teamarbeit auf hohem Niveau“

Mit dem Vereinskonzept habe man nun eine Leitschrift, die man vor allem den vielen nachrückenden Ehrenamtlichen und Mitarbeitern zur Orientierung an die Hand geben könne, sagt Martin Mensing. Großer Wert wurde auf die Individualität gelegt, so sind allein Fotos aus dem Verein selbst verarbeitet worden, berichtet der Vorsitzende von einem hohen Maß an Identifikation, jeder solle sich irgendwie darin wiederfinden. Das Werk sei „echte Teamarbeit auf hohem Niveau“, wie er betont.

Das Vereinskonzept wird dem Verein am Dienstag im Clubheim im Eichenstadion durch Kim Weidig dem Kreisvorsitzenden Willy Westphal und dem FLVW-Vereinsberater Pierre Nobbe offiziell übergeben. „Danach möchten wir das Konzept kurz vorstellen und präsentieren“, blickt Martin Mensing voraus.

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