Fuhrpark des Löschzugs Heek wächst: 460.000 Euro für zwei neue Einsatzfahrzeuge

mlzFeuerwehr in Heek

Die Gemeinde hat tief in die Tasche gegriffen und dem Löschzug Heek zwei neue Einsatzfahrzeuge für 460.00 Euro finanziert. Kürzlich haben beide Fahrzeuge den „Einsatzstatus II“ erreicht.

Heek

, 29.01.2020, 19:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fuhrpark des Löschzugs Heek hat gleich doppelten Zuwachs bekommen. Satte 460.000 Euro hat sich die Gemeinde das nagelneue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF) und das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) kosten lassen. Eine Investition, die jedoch mit Blick auf die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans notwendig wurde.

Immerhin hat das alte Löschfahrzeug schon über 30 Dienstjahre auf dem Buckel. Vom neusten Stand der Technik kann da nicht mehr gesprochen werden. Das HLF 20 hat eine zeitgemäße und dem Stand der modernen Fahrzeugtechnik entsprechende Möglichkeit der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung, insbesondere bei Verkehrsunfällen. Das Volumen des Löschwassertanks beträgt 2000 Liter.

Das HLF 20 hat den „Status II“ erreicht

Ausgeliefert wurde das Fahrzeug zwar bereits vor einigen Wochen, doch erst seit kurzem hat das Fahrzeug den „Status II“ erreicht. Das heißt, dass es einsatzbereit im Gerätehaus steht. Und von der Entscheidung seitens der Gemeinde, ein neues HLF anzuschaffen, bis zum Erreichen des „Status II“ vergingen viele, viele Monate.

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Zunächst erfolgte eine aufwendige Ausschreibung der Individualanfertigung durch die „Kommunalagentur NRW“. Die Aufträge gingen dann an drei Firmen, denn Fahrgestell, Aufbau und Beladung wurden getrennt voneinander hergestellt und erst final zusammengebaut.

Alle Feuerwehrmänner wurden auf dem HLF 20 ausgebildet

„Danach mussten noch alle 56 Wehrkameraden auf dem neuen Fahrzeug ausgebildet werden“, erklärt Jörg Latussek vom Löschzug, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Dies sei in kleinen Gruppen erfolgt und habe mehrere Wochen gedauert. Auch mussten die Funkgeräte und das Navigationsgerät des HLF von Mitarbeitern des Kreis Borken programmiert werden. „Vorher darf das Fahrzeug auch gar nicht in Betrieb genommen werden.“

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Und wie sieht es mit dem KEF aus? Auch dieses hat den „Status II“ erreicht, wenngleich noch kleinere optische Veränderungen in Eigenregie durchgeführt werden müssen. Beispielsweise fehlt derzeit bei dem zum Einsatzfahrzeug umgebauten Mercedes Sprinter noch die Seitenbeschriftung. „Glücklicherweise haben wir bei uns genug Experten in den Reihen, sodass wir das alles selbst machen können“, sagt Jörg Latussek.

Der Sprinter ist ein Gebrauchtfahrzeug

Übrigens ist der Sprinter ein Gebrauchtfahrzeug. Dies drückte natürlich ein Stück weit die Anschaffungskosten. „Es wurde dann von einer Firma umgebaut und speziell unseren Anforderungen angepasst.“ Denn das KEF hat eine Rampe am Heck über die so genannte Atemschutz- oder ABC-Komponenten mittels Rollwagen schnell verladen werden können. „Je nach Einsatzstichwort können wir also individuell reagieren“, so Jörg Latussek.

Die Komponenten sind natürlich nicht für den Erstzugriff gedacht, aber im weiteren Verlauf eines Einsatzes von elementarer Bedeutung. Ebenfalls sind Ölbindemittel und Kehrwerkzeug dauerhaft im Fahrzeug geladen. Dinge, die oftmals bei Verkehrsunfällen benötigt werden. Das KEF ist also ein klassisches Logistikfahrzeug. „Wir sind froh, dass wir jetzt insgesamt so gut aufgestellt sind“, stellt Jörg Latussek mit Blick auf die insgesamt sieben Einsatzfahrzeuge klar.

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