Gemeinde will Baulücke schließen

Freigabe für Investoren

Leicht gemacht hat es sich die Gemeinde Heek nicht mit der Entscheidung, doch nun hat sie sich endgültig von der Idee verabschiedet, auf dem Gelände der "Alten Molkerei" Einfamilienhäuser bauen zu lassen. Die Ausschreibung für zwei Mehrfamilienhäuser im Investorenmodell mit bis zu vier Wohnungen läuft.

HEEK

von Christiane Nitsche

, 26.01.2016, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Baulücke an der Eper Straße zu schließen, ist die Gemeinde bemüht.

Diese Baulücke an der Eper Straße zu schließen, ist die Gemeinde bemüht.

Zwei Grundstücke mit je etwa 600 Quadratmetern bietet die Gemeinde nun zum Bau von Mehrfamilienhäusern mit maximal je vier Wohneinheiten an. Damit trägt sie der Nachfrage Rechnung: Nachdem zwei Jahre lang vergeblich Bauherren für Einfamilienhäuser gesucht worden waren, lässt die Gemeinde nun ein ursprünglich ausgeschlossenes Investorenmodell zu.

2003 hatte die Gemeinde die "Alte Molkerei" an der Eper Straße im Ortsteil Nienborg gekauft und zunächst als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Zehn Jahre später rollten die Abrissbagger an. Eine dringend nötige energetische Sanierung für das alte Gebäude rechnete sich nicht und mit einem Wohnhaus an der Straße "Achter de Stadt" wurde eine andere Flüchtlingsunterkunft gefunden.

Klaffende Lücke im Bild

Seitdem liegt das rund 1100 Quadratmeter große Grundstück brach, wie die Gemeinde auf ihrer Internetpräsenz erklärt. Im Straßenbild klafft erkennbar eine Lücke, die die Gemeinde nun endlich wieder schließen will.

Nur einmal habe es eine Anfrage einer jungen Familie für den Bau eines selbst genutzten Eigenheims gegeben, wie Bauamtsleiter Herbert Gausling gestern auf Anfrage erklärte. "Das hat sich aber zerschlagen." Ansonsten habe es mehrfach Anfragen zur Errichtung von Mehrfamilienhäusern gegeben. Da gebe es Interessenten, wie Gausling bestätigte.

Im zuständigen Bauausschuss war die Frage ausgiebig diskutiert worden. Den Charakter der Straße in diesem Bereich als von Einfamilienhäusern geprägtem Wohnquartier wollten Politik und Verwaltung nicht aufgeben. "Wir möchten keinen Block über das gesamte Grundstück", sagte Gausling, "keinen Reihenhauscharakter."

Das Volumen des Bauvorhabens solle daher "maßvoll" sein, wie es auf der Homepage heißt. "Die Nachverdichtung soll das Image des Wohngebietes weiter beleben und eine Verbesserung des Angebotes auf dem lokalen Wohnungsmarkt anstreben."

Städtebauliche Qualität

Zu diesem Zweck schreibe die Gemeinde die beiden Grundstücke zu einem vom Ausschuss vorgegebenen Mindestpreis aus. "Der Zuschlag erfolgt in Abhängigkeit von der Gestaltungsqualität der Baukörper in Verbindung mit einem Grundstückspreisangebot." Allerdings: "Höher gewertet wird die städtebauliche Qualität des oder der Baukörper."

Die Ausschreibungsunterlagen sind gegen eine Gebühr bei der Gemeinde erhältlich und bis 1. April 2016 einzureichen. Die Vergabe soll im Juni/Juli 2016 erfolgen. www.heek.de

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