Mal so eben ist der Trimm-Dich-Pfad im van Oerschen Wald doch nicht realisierbar. © Markus Gehirng
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Geplanter Trimm-Dich-Pfad: Sportbegeisterte müssen weiter warten

So mal eben ist die Realisierung des geplanten Trimm-Dich-Pfads in Heek doch nicht möglich. Zwar sind die Turngeräte am Bauhof eingetroffen, doch plötzlich gibt es unerwartete Probleme.

Schon seit einiger Zeit stehen beim Heeker Bauhof zahlreiche Turngeräte, die für den geplanten Trimm-Dich-Pfad im van Oerschen Wald mit Leader-Fördermitteln geordert wurden. Eigentlich könnte der Pfad jetzt realisiert werden. Eigentlich. Denn auf einmal es gibt ein unerwartetes Problem.

Es könnte eigentlich alles so schnell gehen, die Mitarbeiter des Bauhofes laden die Turngeräte auf ihre Fahrzeuge, fahren in den van Oerschen Wald und stellen diese entlang der geplanten Route auf. Auch die Beschilderung ist vorbereitet und könnte kurzfristig bestellt werden.

Streckenführung bereitet Probleme

Wenn da nicht plötzlich das Problem mit der Streckenführung wäre. Geplant war, dass der Trimm-Dich-Pfad mitten durch den Wald führt. Dafür hatte sich die Gemeinde eine schriftliche Zusage des Eigentümers geholt. Doch dieser soll diese jetzt wegen Bedenken der Pächter zurückgezogen haben.

Dass dem so ist, bestätigt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Nachfrage der Redaktion: „Wir müssen noch mal Rücksprache halten. Derzeit prüfen wir alles.“ Mit der angedachten Realisierung im Sommer wird es also nichts. „Wir wollen das aber auch nicht auf die lange Bank schieben“, versichert Weilinghoff.

Davon ab: Eine Lösung muss her, schließlich erfolgte das Beantragen der Leader-Fördergelder auf Basis der Zusage, das Projekt vor Ort realisieren zu können. Bis zum Jahresende müssen dabei die jeweiligen Projekte umgesetzt sein. Die Zeit drängt also ein wenig.

Pächter haben Angst vor zu viel Betrieb

Doch warum auf einmal der Rückzieher des Eigentümers? Die Pächter der Fläche (Jäger), so erklärt es der Bürgermeister, hätten Bedenken geäußert, dass im Wald durch den Pfad zu viel Betrieb sein könnte. „Ich kann die Einwände verstehen, nur wir müssen jetzt natürlich eine einvernehmliche Lösung finden.“

Die Idee, die jetzt im Raum steht, sieht vor, dass der Trimm-Dich-Pfad um den Wald herum und nicht mittendurch führt. Vorteil: Die Flächen dafür sind in Gemeindebesitz. Also eigentlich müssten keine Gespräche mehr geführt werden.

Im Herbst soll der Trimm-Dich-Pfad stehen

Doch an dieser Stelle widerspricht der Bürgermeister. „Es geht hier darum, den Frieden in der Nachbarschaft zu wahren. Wenn man aufeinander zugeht, ist das zielführender.“ Zuvor allerdings müsse das neue Wegekonzept stehen. „Da sind wir dran, das Projekt steht ganz oben bei uns auf der To-do-Liste.“

Bleibt die Frage: Wann können die Heeker und alle Interessierten sich das erste Mal an den Geräten auspowern? Läuft jetzt alles glatt, sollte es im Herbst so weit sein.

Später als geplant, aber da wohl auch dann noch Corona zum Alltag gehören wird, ist die Sache weiterhin stimmig. Schließlich ist der Pfad laut Planung vor allem in Zeiten der Krise als Abwechslung im Alltag gedacht.

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