Gericht genehmigt Laternensonntag: Angenehme Überraschung

mlzKommentar

Das ist ein Knaller: Verdi scheitert mit dem Antrag zu den verkaufsoffenen Sonntagen in Heek vor Gericht. Eine ihrer eher seltenen juristischen Niederlagen. Dazu unser Kommentar.

Heek

, 09.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mag sein, dass die Gewerkschaft in manchen Punkten Recht hat und eben oft auch Recht bekommen hat: Sonntage sind nicht nur der Kirche heilig, sondern auch durch das Grundgesetz geschützt.

Was die Sache aber unerfreulich macht, ist, dass in letzter Zeit eine juristische Klärung meist auf den letzten Drücker, sprich per Eilantrag, versucht wird. In Heek jedenfalls gab es reichlich Zeit, die Angelegenheit vorab sauber zu lösen.

Geht es nur um die Sache?

Da drängt sich der Eindruck auf, dass es der Gewerkschaft weniger um die Sache als um den großen, öffentlichkeitswirksamen Aufschlag geht.

Richtig ist sicher auch, dass man sich in Heek wie anderswo bislang wenig Sorgen um die Rechtssicherheit solcher verkaufsoffenen Sonntage gemacht hat.

Nach Meinung von Juristen wäre nämlich so manche alte Verordnung gar nicht haltbar gewesen. Das will Verdi korrigieren.

Kein Kommentar von Verdi

Sehr bedauerlich, dass am Freitag kein Gewerkschafts-Vertreter am Telefon für eine Stellungnahme zu erreichen war.

Das hinterlässt nun wirklich keinen professionellen Eindruck, wenn ausgerechnet bei einer juristischen Niederlage geschwiegen wird.

Ja, die jetzige Entscheidung ist ein Erfolg für die Gemeinde Heek, für die Geschäftswelt, die Bürger.

Sie ist aber auch der Auftrag, der Empfehlung der IHK zu folgen und noch intensiver als vielleicht bisher mit der Gewerkschaft in Kontakt zu treten.

Damit es nicht doch noch zu unangenehmen Überraschungen kommt.

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