Gewerbevereins-Vorsitzende: „Es geht um das wirtschaftliche Überleben!“

Coronavirus

Der Hasensonntag in Heek ist wegen der Corona-Krise ins Wasser gefallen. Wird der verkaufsoffene Sonntag nachgeholt? Denkbar, doch zunächst geht es ohnehin um etwas ganz anderes.

Heek

, 03.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Bild aus „besseren Zeiten“: Der Hasensonntag 2018 wurde von den Heekern gut angenommen.

Ein Bild aus „besseren Zeiten“: Der Hasensonntag 2018 wurde von den Heekern gut angenommen. 2020 fiel der verkaufsoffene Sonntag wegen der Corona-Krise ins Wasser. © Angelika Hoof (A)

Der Hasensonntag hat Tradition in Heek und ist einer von derzeit vier verkaufsoffenen Sonntagen in der Dinkelgemeinde. Dazu gehört auch ein buntes Rahmenprogramm. Eigentlich. Denn in diesem Jahr ist wegen der Corona-Krise alles anders. Der Hasensonntag am 22. März fiel ins Wasser.

Gibt es in Heek in diesem Jahr also nur drei stat vier verkaufsoffene Sonntage? Oder wird das Event in irgendeiner Form nachgeholt? Fragen, die Susanne Tombrink, Vorsitzende des Gewerbeverein Heek-Nienborg, im Gespräch mit der Redaktion beantwortet – verknüpft mit einem Appell.

Der Ausfall des Hasensonntags ist das kleinste Problem

„Der Ausfall des Hasensonntags ist derzeit aus Sicht der Gewerbetreibenden das kleinste Problem. Es geht neben der Gesundheit um das wirtschaftliche Überleben.“ Gerade Kleinstunternehmer treffe die Krise schwer. Einnahmen brechen weg, die Fixkosten laufen weiter. Ein Teufelskreis. „Darum ist es so wichtig, dass jetzt jeder, der kann, die staatlichen Hilfen in Anspruch nimmt“, so Susanne Tombrink.

Denn die Bundes- sowie Landesregierungen wollen in der Corona-Krise Unternehmern unter die Arme greifen und bringen fortlaufend neue Hilfsprogramme auf den Weg. So hat der Bund bereits 50 Milliarden Euro für Klein- und Kleinstunternehmer bereitgestellt, die beantragt werden können. Der Bundesrat hatte das Hilfsprogramm am 27. März abgesegnet.

Unternehmen, Selbständige und Freiberufler bekommen Hilfe

Zu den Kernzahlen: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von bis zu 9.000 Euro für drei Monate. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit bis zu zehn Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für drei Monate. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und erfolgt über die Bezirksregierung.

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„Wenn jemand Probleme bei der Antragsstellung hat oder anderweitige Hilfe in dieser Angelegenheit benötigt, helfe und vermittel ich gerne“, macht Susanne Tombrink allen Gewerbetreibenden aus Heek-Nienborg Mut.

Die Netzwerkarbeit ist in der Corona-Krise gar nicht so einfach

Denn damit über ein Nachholen des ausgefallenen verkaufsoffenen Sonntag nachgedacht werden könne, sei es erst mal zentral, dass die Gewerbetreibenden in der Gemeinde die Krisenzeit wirtschaftlich „überleben“.

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Davon ab, so erklärt die Vorsitzende, sei des derzeit gar nicht so einfach, die Netzwerkarbeit angesichts der zahlreichen Einschränkungen effektiv aufrechtzuerhalten. „Das erschwert die Sache schon um einiges.“

Und doch: „Wenn sich alles wieder etwas normalisiert hat, fände ich es nicht schlecht, den Tag in irgendeiner Form nachzuholen. Einfach, um Flagge zu zeigen, dass es wieder ein Stück Normalität gibt.“

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